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Fotografie:Fremde Welten

Das Foto eines Häuptlingssohns in Nordbrasilien im Museum Fünf Kontinente.

(Foto: Theodor Koch-Grünberg, 1911-191)

Nicht nur viele Objekte, auch Tausende von Fotografien geben im Museum Fünf Kontinente online Einblicke in ehemals fremde und kaum bekannte Kulturen.

Nicht nur viele Objekte, auch Tausende von Fotografien geben im Museum Fünf Kontinente Einblicke in ehemals fremde Kulturen und unbekannte Welten. Und auch wenn heutzutage viele Besucher diese aus eigener Anschauung kennen: Noch immer übt die Sammlung eine große Faszination aus. Dass man einmal derart auf die Online-Sammlung angewiesen sein würde, um sein Publikum zu erreichen, daran dachte man nicht, als die Sammlung im Mai 2017 nach dreijähriger Vorbereitungszeit online ging. Das Ziel war es zunächst, die Aufnahmen Wissenschaftlern und Nachfahren der Fotografierten zugänglich zu machen. Noch sind längst nicht alle Bestände digital erschlossen.

Etwa 135 000 Bilddokumente enthält die Sammlung in Form von Glasplatten, Papierabzügen, Dias und Fotoalben. Die frühesten Aufnahmen stammen von 1870. Zu den herausragenden Werkgruppen gehören Aufnahmen von Expeditionen zu Beginn des 20. Jahrhunderts wie die des Ethnologen Theodor Koch-Grünberg nach Amazonien, des Ehepaars Christine und Lucian Scherman nach Burma, Indien und Ceylon und des Paters Meinulf Küsters nach Ostafrika. Fotodokumente auch von unbekannten Forschungs- und Privatreisenden, frühe Aufnahmen renommierter Fotostudios sowie Ankäufe, Vor- und Nachlässe sowie Schenkungen erweitern den Bestand fortwährend. Mittlerweile gehören auch Fotos von Museumsobjekten, Filme sowie Tonaufnahmen dazu.

www.museum-fuenf-kontinente.de

© SZ vom 26.03.2020

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