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Theresienwiese:Stadt plant zweiten Drive-in für Virustests

Coronavirus - Abstrich-Zentrum Stuttgart

Abstrich durchs Autofenster: In München soll es einen zweiten Drive-in für Tests geben.

(Foto: dpa)

Die Station soll auf der Theresienwiese entstehen. Dort sollen auch Verdachtsfälle getestet werden können, die nicht durch die Behörden zu einem Test aufgefordert wurden.

Die Stadt arbeitet daran, auf der Theresienwiese eine weitere Drive-in-Station für die Testung auf das Coronavirus zu errichten. Man habe erste Gespräche mit einer Ambulanz geführt, sagte Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs am Donnerstag. Die Theresienwiese sei dafür ein "idealer Fleck", es gebe relativ wenig Anwohner und eine große Freifläche. Jacobs schwebt eine ambulante Einrichtung vor, in der sich auch Verdachtsfälle testen lassen können, die nicht durch die Behörden zu einem Test aufgefordert wurden. Bei der ersten Drive-in-Station, die die Stadt am Mittwoch an der ehemaligen Bayernkaserne eröffnet hatte, ist eine solche Aufforderung notwendig. Die neu eingerichtete Station sei "effizienter, als wir dachten", sagte Jacobs. Innerhalb von fünf Stunden habe man 50 Personen getestet.

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Es sei wichtig, die Verbreitung des Coronavirus so gut es geht zu verzögern, sagte Jacobs. Aufhalten könne man die Pandemie nicht mehr. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) stellte zudem in Aussicht, dass demnächst auch Veranstaltungen ab 500 Besuchern ausfallen könnten. In einem offenen Brief an den Verband der Münchner Kulturveranstalter verweist er auf eine Kriterienliste des Freistaats Bayern: "Diese führt faktisch dazu, dass jedenfalls auch Veranstaltungen zwischen 500 und 1000 Besucherinnen und Besuchern in aller Regel nicht genehmigungsfähig sein werden", so Reiter. Was das für kleinere Events in München bedeutet, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden.

Am Donnerstag wurden 22 neue Fälle der Lungenkrankheit Covid-19 bestätigt. Damit gibt es insgesamt 110 gemeldete Corona-Infektionen in der Stadt. Nur zwölf davon seien derzeit in den Kliniken, so Jacobs, der Rest könne zu Hause in Quarantäne bleiben. Es handelt sich dabei um Fälle, die leicht verlaufen. Damit spare man medizinisches Personal und Krankenhausbetten für die ernst verlaufenden Fälle. Die daheim gebliebenen Covid-19-Patienten werden laut Jacobs eng betreut, für den Fall, dass jemand schlimmere Symptome entwickelt. Außerdem wurden bereits um die 1000 Kontaktpersonen ermittelt. Gestern waren es Jacobs Angaben zufolge noch 500. Die Zahl hat sich damit innerhalb eines Tages verdoppelt.

© SZ vom 13.03.2020/kel/vewo
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