Aller guten Dinge:In Balance

Lesezeit: 3 min

Bewegen, genießen, lernen - wir empfehlen eine coronakonforme Ballsportart, ayurvedisch-duftende Wohlfühlgerichte und halten Ausschau nach dem Stern von Betlehem.

Von SZ-Autoren

Südpark in München, 2017
(Foto: Alessandra Schellnegger)

Bewegen: An die Platte

Sport ist wichtig, vor allem in Stubenhocker-Tagen wie diesen. Joggen oder Radfahren ist auch mit Abstand möglich, außer der innere Schweinehund will mal wieder nicht Gassi gehen. Dann hilft es vielleicht, sich zu zweit zu motivieren. Für alle, die aber mit Joggen nur Seitenstechen verbinden, gibt es Sportarten, bei denen man sich nicht so viel bewegt, zumindest räumlich. Beim Tischtennis hat man auf jeden Fall den 2,7 Meter Tischtennisplatten-Abstand - klingt coronakonform. Zwei Schläger und ein Ball sind also eine sichere Investition. Vor allem, wenn man draußen spielt. In den Münchner Parks gibt es einige dieser Beton-Tische mit Metallgittern. Wer sich daran nicht erinnert, findet viele öffentliche Tischtennisplatten auf www.pingpongmap.net. Eine App, die sagt, ob die Platten frei sind, gibt es noch nicht. Für den Notfall, dass die Platte schon bespielt wird, kann man eine Frisbee oder die Badminton-Schläger einpacken. Oder auch Wikingerschach. Das ist kein Denksport für zwei, sondern ein Wurfspiel für mehrere, aus dem eigenen Haushalt versteht sich. Das ist spannender, als es klingt: Ziel ist es, Holzklötze umzuwerfen. Und am Ende fällt der König, wie beim Schach. Wem es im Dezember zu kalt ist, der kann auch das Schachbrett auspacken und die Gehirnzellen bewegen. BEMA

Genießen: In die Balance

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(Foto: Wolfgang Schardt)

Ein Linsengericht zum Frühstück - warum nicht? Wer sagt denn, dass Hülsenfrüchte nur in der herzhaften Variante schmecken? Der Ayurveda-Koch Volker Mehl empfiehlt ein süßes Frühstücks-Dhal mit Zimt, Kardamom, Feigen, Honig und Kokoscreme, bei dem einem schon beim Zubereiten das Wasser im Munde zusammenläuft. Oder wie wäre es mit einer Kürbissuppe mit etwas Ingwer und Kurkuma, die einer kulinarischen Ost-West-Melange gleicht? Überhaupt bedient sich Volker Mehl in vielen seiner Rezepte von "Koch dich gesund - Ayurveda meets Klosterheilkunde" (Südwest Verlag) in beiden Welten - und nicht nur kulinarisch. Das Buch vereint aufs Schönste die Lehren des Ayurveda mit den Weisheiten Hildegards von Bingen. Volker Mehl, der im Südhessischen eine Kochschule und eine Ayurveda-Akademie betreibt, ist überzeugt: "Um glücklich zu werden und unser Heil zu finden, müssen wir die Perspektive verändern, sozusagen vom Parkett auf die Empore wechseln und die Szene, also unser Leben, als Ganzes betrachten." So treffen uraltes Wissen und Pflanzenheilkunde aus 7000 Jahren Ayurveda und mindestens 1500 Jahren Klosterheilkunde aufeinander und bringen uns dazu, die Welt und ihre Genüsse von vielen Seiten zu betrachten. Und das Schöne ist, man muss nicht einmal in die Ferne schweifen, um Körper und Geist mit Hilfe der Kochkunst etwas Gutes zu tun. Auch im heimischen Kräutergarten wächst viel, was uns innere Balance verleiht. Evelyn Vogel

Lernen: Zu den Sternen

Vermerk: Stern von Bethlehem

Vermerk: Stern von Bethlehem In die LB vom SZ-Extra stellen. Sie sind für die Rubrik Lernen im aktuellen Extra eingeplant, die Rechte sind Print und Online freigegeben.

(Foto: Marco Sproviero/Sternwarte Deutsches Museum)

Ist das der Stern von Bethlehem? Dieser Frage widmet sich eine live gestreamte astronomisch-theologische Diskussion samt Himmelsbeobachtung, die die Beobachtergruppe der Sternwarte des Deutschen Museums, die Bayerische Volkssternwarte München e.V., die Münchner Volkshochschule und das Deutsche Museum am Sonntag, 20. Dezember, veranstalten. Anlass ist ein seltenes Himmelsereignis: die sogenannte Große Konjunktion von Saturn und Jupiter. Könnte so ein kosmisches Gipfeltreffen vor mehr als 2000 Jahren der Stern von Bethlehem gewesen sein? Religiöse und geschichtliche Hintergründe, naturwissenschaftliche Interpretationen und Bilder aus dem All gibt es von 16 Uhr an live auf dem Youtube-Kanal des Deutschen Museums. Auf dem Podium geht es um die gängigen Theorien zum Stern von Bethlehem: Auf den meisten historischen Gemälden sieht der Stern wie ein Komet aus, aber es gibt auch die These, die Himmelserscheinung sei eigentlich eine Supernova, also ein explodierender Stern gewesen. Für Marco Sproviero von der Beobachtergruppe der Sternwarte des Deutschen Museums spricht einiges für die Konjunktion der beiden Planeten. Wobei im Livestream nicht nur Bilder vom Podium zu sehen sein werden, sondern auch Schaltungen in Sternwarten mit Live-Aufnahmen durch die Teleskope geplant sind. Wenn sich die Experten im Ehrensaal des Deutschen Museums auf die Suche nach dem Stern von Bethlehem machen, können die Zuschauer online mitdiskutieren - ab 16 Uhr unter https://youtu.be/GxJBe7ekowE. Barbara Hordych

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