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Impftourismus:Der Arzt packt aus

Corona-Impfstoffstrategie in Thüringen

Profite hier, Profite dort: Beckenbauer und seine Kollegen sollen, so der Verdacht der Ermittler, "in unlauterer Weise" die Belegschaft des Forte Village bevorzugt und dafür kassiert haben.

(Foto: dpa)

Die Impfaktion des italienischen Luxusresorts wurde minutiös geplant. Der beteiligte Münchner Arzt tritt nun die Flucht nach vorne an und liefert der Justiz selbst alle Details.

Von Klaus Ott und Francesca Polistina

Beim Kampf gegen die Corona-Pandemie ist hierzulande manches schiefgelaufen. Aber im Falle des Impftourismus am Münchner Flughafen, der jetzt die Justiz beschäftigt, war wieder einmal die viel beschworene deutsche Gründlichkeit angesagt gewesen. Mitte Mai hatte der Münchner Arzt Udo Beckenbauer, der Praxen in der München und am Tegernsee betreibt, einen Vertrag mit dem italienischen Luxushotel "Forte Village" auf Sardinien geschlossen. Zwei Seiten nur, aber auf denen war jedes Detail genau geregelt. Dass 120 Beschäftigte des Luxusresorts nach München fliegen würden; dass sie dort am 21. Mai über die Mittagszeit im Airport-Hotel Hilton mit Biontech gegen Covid-19 geimpft würden; was es dafür an Honorar gäbe, und so weiter. So kam es dann auch. Alles perfekt organisiert.

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