Debütroman von Cora WuchererZwei Schwestern und eine belastende Diagnose

Lesezeit: 3 Min.

Cora Wucherer hat ihren ersten Roman geschrieben.
Cora Wucherer hat ihren ersten Roman geschrieben.
Foto: Maximilian Gödecke

In ihrem bewegenden Debütroman „All die Farben, all das Licht“ erzählt die Münchner Autorin Cora Wucherer von Konkurrenz, Kunst, Krankheit – und großen Träumen.

Kritik von Sophie-Marie Ahnefeld

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Juna sieht Dinge, die die meisten Menschen nicht sehen: den Schatten einer Hautfalte, die feine Haarlinie in der Leistengegend, die spielenden Muskeln eines sich bewegenden Körpers. Seit Juna sechs Jahre alt ist, weiß sie, dass sie Malerin werden will. Sie hat Talent, sie ist voller Ehrgeiz und vor allem hat sie ein gutes Auge. Jetzt ist Juna 17 Jahre alt – und ihr Sichtfeld schrumpft wegen des seltenen Usher-Syndroms, unter dem sie leidet, mit jedem Tag. Bei einem Kontrolltermin bekommt sie eine niederschmetternde Diagnose: Bis zur vollständigen Erblindung bleibt ihr nur noch ein halbes Jahr.

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