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Circus Krone:Ein Clown, viele Nummern

Am 1. Februar startet das Traditionshaus das zweite Winterprogramm

Von Barbara Hordych

Der gerade mit dem zweiten "Goldenen Clown" seiner Karriere beim Internationalen Zirkus-Festival von Monte Carlo gekürte Raubtierlehrer Martin Lacey wurde bei der Pressekonferenz im Circus Krone live zugeschaltet: "Ich bin sehr stolz auf diese Auszeichnung, die mir von der Royal Family an der Côte d'Azur, von Fürst Albert II. und Prinzessin Stéphanie, überreicht wurde", erklärt Lacey. Zwar rattert ein Helikopter über seinem Kopf hinweg, der seine Worte mitunter übertönt, aber eines macht er doch unmissverständlich klar: Nicht nur über den Goldenen Clown, den "Oscar der Zirkuswelt" für seine weltweit einzigartige Nummer mit 26 Löwen und Tigern im Käfig, sondern auch über die Preise der Publikums- und der Kinder-Jury freut er sich sehr. Gerade habe er eine Raubtierprobe vor 800 Kindern abgehalten, erzählt er etwas atemlos. Ein Format, das den Münchnern wohlbekannt ist und das er jetzt auf Wunsch von Prinzessin Stéphanie auch in Monte Carlo gezeigt habe.

"Die Preise bestätigen uns in unserer Arbeit", erklärt die neue Direktorin Jana Mandana Lacey-Krone bei der Vorstellung des zweiten Winterprogramms im Krone-Bau. "Tierische Darbietungen werden im Zirkus vom Publikum nach wie vor gewünscht und sind auch für die nächste Generation spannend." Am 1. Februar beginnt die neue Spielzeit, mit neuen Artisten - und ihrem wieder nach München zurückgekehrten Mann Martin.

Das Plakat des Februarprogramms ziert das verschmitzt lächelnde Gesicht des ukrainischen Clowns Housch-Ma-Housch. Ebenso wie Lacey ist auch er bereits eine Legende seiner Disziplin, beherrscht Jonglage, Beatboxen und Steptanz - sowie eine aberwitzige Tierdressur. Sieben Jahre war er der Star im Lido de Paris, "schon meine Adoptivmutter Christel Sembach-Krone wollte ihn unbedingt engagieren, aber erst jetzt konnte er sich für uns frei machen", sagt Jana Mandana Lacey-Krone. Sie selbst wird mit schwarzen Nonius-Hengsten auftreten, deren rotes Geschirr, da ist sie ganz Lokalpatriotin, "in unserer Münchner Krone-Sattlerei gefertigt wurde". Die Direktorin, die neben etablierten Künstlern bewusst auch junge Artisten wie die 19- und 16-Jährigen "Dias Brothers" aus Portugal in die Manege holt, hält gleichzeitig die Tradition präsent: Auf der Elefantendame Bara reitend, wird sie das Programm eröffnen, zur Lieblingsmusik des Gründers Carl Krone, dem Triumphmarsch aus "Aida".

© SZ vom 25.01.2019
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