Der Neue ist der Größte. Genau 2,06 Meter groß ist Armin Ritterswürden. Im Einsatz bei Demonstrationen und auch als Spieler bei seiner ehemaligen Hobby-Sportart Basketball konnte der heutige Kriminalrat da leicht den Überblick behalten. Heute zieht es den 37-Jährigen in seiner Freizeit eher in die Berge. Und beruflich ist er jetzt wieder im Polizeipräsidium München gelandet, als Leiter der Mordkommission.
Genau genommen hat die Münchner Kriminalpolizei fünf Mordkommissionen. Sie alle unterstehen seit Anfang des Jahres Ritterswürden, dem Leiter des Kommissariats 11. „K 11 Vorsätzliche Tötungsdelikte, Geiselnahme, Menschenraub“, das klingt aber einfach weniger griffig als „Münchner Mordkommission“. Also wird es wohl dabei bleiben in der öffentlichen Wahrnehmung.
Die kennt Ritterswürden aus Penzberg. Dort war er zeitweise stellvertretender Inspektionsleiter. Ausgerechnet zu Corona- und Querdenker-Zeiten. Zuvor war er – geboren und aufgewachsen in München – die meiste Zeit in der Polizeizentrale an der Ettstraße tätig. Um Großveranstaltungen hat er sich da beispielsweise gekümmert, und, aktuelles Thema, um islamistische Straftäter. Das war im „K42“ beim Staatsschutz.
Für Ritterswürden, seit 2007 Polizist, ist es jetzt also eine Rückkehr zur Kriminalpolizei, als Nachfolger von Stephan Beer, der das 30 Köpfe zählende Kommissariat drei Jahre lang leitete.
Künftig ist Ritterswürden damit nicht nur für aktuelle Mordfälle zuständig, von denen er hofft, dass sie ihn so schnell nicht beschäftigen werden. Sondern auch für die Altfälle. An welchen davon er spontan als Erstes denkt? „Der Fall Sonja Engelbrecht ist immer präsent.“ Und der Isarmord? „Der natürlich auch.“

