Charles Schumann im Gespräch:"Wir müssen bescheidener werden"

Charles Schumann, 2016

Der 78-jährige Charles Schumann sagt über den Betrieb in seiner Bar: "Ich will es anders, mehr Zeit für die Gäste, weniger Gäste gleichzeitig, dafür vielleicht mehr Durchlauf."

(Foto: Stephan Rumpf)

Der legendäre Münchner Barkeeper Charles Schumann hatte sich mit dem Coronavirus infiziert, seit Kurzem steht er wieder in seinem Lokal. Ein Gespräch über die Lehren, die er aus der Krise zieht und was ihn an Markus Söder stört.

Interview von Philipp Crone

Charles Schumann sitzt vergangene Woche vormittags in der Sonne und denkt an Japan. Er wäre demnächst nach Tokio aufgebrochen und hätte während der Olympischen Spiele dort in einem Restaurant gearbeitet. Wäre, hätte, das sind aber keine Kategorien, in denen der 78-Jährige Barmann denkt oder formuliert. Die Devise lautete bislang eher: Vollgas voraus, und immer auch mit viel Wort-Wucht. Diesmal klingt er anders, schaut grimmig von seinem Biergartenstuhl in den Hofgarten auf der Rückseite der Bar, die erst seit einer Woche wieder geöffnet hat und Getränke und Speisen zum Mitnehmen anbietet. Die vielen Wochen der Zwangspause haben Schumann nachdenklich gemacht.

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