Marionettentheater:Wie Darwin nach Feuerland kam

Marionettentheater: Die Marionetten, hier Kapitän Robert Fitzroy, wurden in Anlehnung an historisches Bildmaterial gestaltet.

Die Marionetten, hier Kapitän Robert Fitzroy, wurden in Anlehnung an historisches Bildmaterial gestaltet.

(Foto: Marionettentheater Kleines Spiel)

"Darwins Kapitän und die wahre Geschichte des Jim Knopf" erzählt von einer heiklen Schiffsreise, die Forschungsgeschichte schrieb.

Diese Vorgehensweise erscheint einem heute schlicht unvorstellbar: Der junge Kapitän Robert Fitzroy war ein begeisterter Wissenschaftler, und als solcher interessierten ihn auch die einheimischen Feuerländer, als er mit seiner Beagle Feuerland erreichte. Vier von ihnen entführte er kurzerhand, um sie in England zu Botschaftern der "Zivilisation" zu erziehen. Und einer, Jemmy Button, diente vermutlich Michael Ende später als Vorbild für seine Figur des Jim Knopf. 1831 wurde er ausstaffiert als Gentleman mit der Beagle in seine Heimat zurückgebracht. Mit an Bord war diesmal auch ein junger Naturforscher namens Charles Darwin... . Das Stück "Darwins Kapitän und die wahre Geschichte des Jim Knopf" im Marionettentheater Kleines Spiel erzählt eine historische Begebenheit wie ein Biopic. Textgrundlage waren das Logbuch des Kapitäns und die Aufzeichnungen von Charles Darwin. Kurze Projektionen aus der Frühzeit des Films zeigen unter anderem die letzten überlebenden Feuerländer. Auch die fantastisch gestalteten Marionetten entstanden in Anlehnung an historisches Bildmaterial.

Darwins Kapitän und die wahre Geschichte des Jim Knopf, Premiere am Donnerstag, 13. Oktober, 20 Uhr, Marionettentheater Kleines Spiel, Neureutherstraße 12

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