Zuerst sah es nur nach einem normalen Tempoverstoß aus – später wurde klar, dass der Polizei zwei dickere Fische ins Netz gegangen waren.
Eine Streife der Verkehrspolizei Ingolstadt bemerkte am Freitagabend auf der A9 einen BMW, der durch seine Fahrweise auffiel. Als die Beamten das Auto und seine beiden Insassen kontrollieren wollten, floh der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit. Er verließ die Autobahn und fuhr auf der B16 Richtung Mailing. In Feldkirchen allerdings geriet er in eine Sackgasse und musste stoppen.
Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Beamten Bargeld und Wertgegenstände, die zwei Fällen von Callcenterbetrug in München vom selben Tag zugeordnet werden konnten. In dem einen Fall wurde Bargeld in Höhe von 25 000 Euro erbeutet, im anderen Schmuck und Goldmünzen im Wert von 80 000 Euro. Außerdem standen die beiden Männer, zwei 20-Jährige aus Thüringen, unter dem Einfluss von Cannabis. Sie wurden festgenommen und sitzen nun in Untersuchungshaft.

