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Café Hüller:Frühstück bei den Pfannkuchen-Profis

Der Pfannkuchen mit Ahornsirup und Speck ist was für Mutige - aber die werden belohnt.

(Foto: Catherina Hess)

Hübsch und gemütlich: Das Café Hüller in der Au bietet leckere Pfannkuchen in süß, herzhaft und dazwischen. Und macht auch mit dem restlichen Frühstück glücklich.

Wenn irgendwo eine Fähnchenkette hängt, ist das in der Regel ein gutes Zeichen. Fähnchenketten sind meist bunt über Babybetten gespannt oder zwischen Zweigen auf Gartenfeiern, und sie sagen: So, hier wird's hübsch und gemütlich.

Außen am Café Hüller in der Au hängt so eine Fähnchenkette. Drinnen wird's hübsch und gemütlich. Die Tür öffnet sich zur Ecke hin. Tische in gelb und orange, frische Rosen oder Tulpen darauf. Oder man sitzt draußen in der Sonne, mit Blick auf die Isar oder auf Altbauten. Bekannt ist das Café Hüller für seine Pfannkuchen - und auch wer die nicht mag, wird hier mit dem Frühstück glücklich.

Café Hüller

Frühstück neben der Fähnchenkette

Was gibt es da und was kostet das?

Die Pfannkuchen gibt es in süß, etwa mit Puderzucker, Zitrone und Mandelstiften (4,80 Euro) und Quark mit Marmelade (5,80), oder in herzhaft, zum Beispiel mit Rucola, Tomate und Ricotta für 6,90 Euro oder mit Kirchererbsen-Curry für 7,50 Euro. Mutige trauen sich an die Kombination mit Speck und Ahornsirup (6,20 Euro) - was erst mal verboten klingt, schmeckt ziemlich gut.

Wer keine Lust auf Pfannkuchen hat, findet bis 16 Uhr eine übersichtliche, solide Frühstückskarte, mit Rühreiern, Spiegeleiern, Porridge, Joghurt und drei verschiedenen fixen Kombinationen: Französisch, griechisch oder italienisch. Dass keines davon so ist, wie man sich das in Frankreich, Griechenland oder Italien vorstellt? Egal, Hauptsache gut.

Das französische Frühstück besteht aus French Toast, sehr fein mit Weißbrot statt Toastbrot, dazu dreierlei Käse, Feigensenf, Obstsalat, Brot und Honig. Beim italienischen werden Salami, Schinken und Kräuterrührei mit Tomaten-Rosmarincrostini serviert. Das griechische Frühstück hat Rührei mit Schafskäse und Oliven zu bieten, dazu Hummus und Joghurt mit Honig und Walnüssen - leider kein echter griechischer Joghurt, sondern die weniger fette Variante (jeweils 9,80 Euro). Die Portionen sind so, dass man nichts zurückgehen lassen möchte. Der Service ist freundlich, und eine kleine Freude gibt's auch auf der Untertasse: Zu jedem Kaffee wird ein Russisch-Brot-Buchstabe serviert.

Wer geht da hin?

Dass man von den Tischen draußen die Glockenbachsuiten am anderen Flussufer im Blick hat, sollte nicht trügen: Das Publikum im Café Hüller ist entspannt und lässig. Viele Gäste wohnen in der Nachbarschaft, sie haben Kinder dabei oder sind ganz allein da, sind älter oder jünger. Um zwölf kommen die ersten für die relativ günstigen Mittagsgerichte, und abends kann man hier einen Wein trinken und ab und an Konzerten und Lesungen zuhören.

Wie viel Zeit bringt man mit?

Viel. Zum schnellen Frühstück taugt das Café Hüller nicht, während der Woche macht es auch erst um elf Uhr auf. Und es gibt ja nicht nur Essen hier: An den Wänden stellen Künstler in unregelmäßigen Abständen ihre Werke aus. Selbst wer schon mal da war, wird also beim nächsten Besuch etwas Neues sehen.

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