Sogar bei Regen stehen die Menschen vor dem Café Buur in Schwabing Schlange. Das Brunchlokal unweit der Münchner Freiheit ist auch an diesem Sonntagvormittag voll, das ist es eigentlich immer.
Im Inneren ist es laut, die Lichter hell, die Tische eng beieinander. Wird ein Platz frei, rücken die nächsten Gäste nach. Die Gerichte gehen im Minutentakt über die Theke. Was zunächst ungemütlich klingt, ist ein Erfolgskonzept.
Um Streetfood aus der ganzen Welt zu probieren, reicht ein Abstecher ins Café Buur. Neben Frühstücksklassikern setzt das Café nämlich auf außergewöhnliche Eigenkreationen und „virale“ Gerichte, also Speisen, die durch die sozialen Medien sehr bekannt und gefragt sind.
Inspiriert von der asiatischen „All-Day-Breakfast-Kultur“, also dem ganztägigen Frühstücken, entstand die Idee, Gerichte aus aller Welt zu servieren. Dafür reist Buur-Gründer Parham Pooramin in verschiedenste Länder, um die neuesten Trends zu testen – und sie dann auf die Karte seiner Café-Kette zu bringen.
Ein Konzept, das sich nun auch in München bewährt. Das erste Café Buur hat 2017 in Köln eröffnet. Neben Filialen in Düsseldorf, Frankfurt und Dubai gibt es den Trend-Hotspot seit Mai dieses Jahres erstmals als Franchise-Betrieb in München. Das Besondere: Das Café teilt sich die Räumlichkeiten mit der Hamburgerei – bis 17 Uhr wird gebruncht, danach beginnt der Burgerbetrieb.
Die Karte ist an allen Buur-Standorten nahezu gleich. „Wir übernehmen viel, aber nicht alles“, sagt Constanze Grimme, die gemeinsam mit Karsten Grünberg das Café Buur und die Hamburgerei an der Feilitzschstraße betreibt.




Einige Gerichte werden nach einigen Wochen durch neue Foodtrends ersetzt, andere bleiben fest im Angebot. „Etwas Weihnachtliches wird auch auf die Karte kommen“, verrät Grimme.
Unter die viralen Gerichte im Münchner Buur fallen aktuell ein Chicken Katsu Sando (15,90 Euro) – ein japanisches Sandwich – sowie ein persisches Brot mit Datteln und Rührei (13,90 Euro). Dazu kommen ein südkoreanisches Egg Drop Sandwich (14,90 Euro) und chinesische Bao Buns mit Fleisch (14,90 Euro) oder in veganer Variante (18,90 Euro).
Wer ins Café Buur frühstücken geht, muss es morgens eher deftig mögen und sollte keine Scheu vor außergewöhnlichen Kreationen haben. Zu den viralen Gerichten gehören auch die „Croissant Benedicts“, wahlweise mit Chicken (17,90 Euro) oder Pastrami (18,90 Euro). Dabei wird das knusprig frittierte Hähnchen in das Laugencroissant gelegt, mit einer süßlichen BBQ-Soße überzogen, dazu kommen zwei pochierte Eier und Sauce Hollandaise.
Wer morgens lieber keine Experimente machen möchte, trifft mit dem Dauerbrenner „B4“ (14,90 Euro) eine gute Wahl. Serviert wird ein Bagel mit Frischkäse, geräuchertem Lachs, Spiegelei, Avocado und Dill. Und auch Menschen, die lieber süß frühstücken, kommen mit Bowl- und Pancakevariationen (ab 12,90 Euro) auf ihre Kosten.
Reservierungen nimmt das Team des Café Buur nicht entgegen. Das Brunchlokal öffnet täglich um 9 Uhr morgens. Grimme empfiehlt, am Wochenende direkt zur Ladenöffnung zu kommen. Eine Schlange solle aber niemanden abschrecken, betont die Betreiberin. Meistens müsse man nicht lange warten. Unter der Woche finde man in der Regel sofort einen Platz.
Café Buur München, Feilitzschstraße 12, 80802 München, Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 9 bis 17 Uhr.

