Nach drei Jahren streikte der Körper. Nach drei Jahren brach Fiona zusammen. Sie hatte sich aufgearbeitet für die Umwelt. Hatte sich kaputt gemacht, um die Welt zu verbessern. Hatte freitags die Schule geschwänzt, um auf eine Demo von Fridays for Future zu gehen. Hatte jede Woche viel gearbeitet für die Klimaschutzbewegung. Mails geschrieben. Treffen und Demonstrationen organisiert. Hatte kaum geschlafen, meist nur vier Stunden – fast jede Nacht. Es war ihr Ziel, etwas zu verändern: für die Umwelt, für ihre Zukunft und die der anderen. Aber zunächst verschlechterten sich nur ihre Noten. Dann kamen zu dem Stress auch noch private Probleme hinzu. Der Körper der jungen Frau aus München spielte nicht mehr mit. Burn-out – ein Jahr vor ihren Abiturprüfungen. Fiona konnte so nicht mehr weitermachen.
Generation ZWie junge Menschen an der Welt verzweifeln
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Fiona kämpft drei Jahre für das Klima – bis ihr Körper streikt. Kim bekommt Bauchschmerzen von den schlechten Nachrichten. Tom weint vor Verzweiflung über den Zustand der Welt. Wie es sich anfühlt, wenn Weltschmerz zum Burn-out wird.
Von Zoe von Langen
