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Kabarett:Sehnsucht nach dem Bad in der Menge

"Auf hundert Wildfremde draufspringen, sich von Dutzenden Händen berühren lassen. Das möchte ich unbedingt: stagediven, auch im Kabarett", sagt Christian Bumeder.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Der Kabarettist Bumillo war auf der Überholspur. Dann kam Corona. Über eine Karriere in der Warteschleife und wie ihm sein Baby dabei half, während des Lockdowns nicht in ein Loch zu fallen.

Von Thomas Becker

Am 6. März ist für Christian Bumeder die Welt noch in Ordnung. In ein paar Tagen wird er als Bumillo sein neues Kabarett-Solo im Lustspielhaus spielen, und beim Interview in der Loretta-Bar dringt ihm die Vorfreude aus jeder Pore. Um Männlichkeit wird es gehen, erzählt er im weichen Chiemgau-Idiom, ums Mann-Sein 2020: "Groß und stark sein, die Familie ernähren, immer unterwegs sein, arbeiten, arbeiten? Nein, es gibt mehr Möglichkeiten. Man ist kein Weichei oder Warmduscher, nur weil man das Bild vom Mannsbild nicht erfüllt." Wenn Bumeder redet, ist er ein Mitreißer. Einer, der einen dank seiner Energie und Präsenz mit sich fort tragen kann. Kein Wunder, der Mann kommt schließlich vom Poetry Slam.

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