Buch „Osteuropäisches München“Warum Franz Brückl im Land der Täter blieb

Lesezeit: 5 Min.

Frantiszek Przybylski (Mitte vorne), der seinen Namen später in Franz Brückl ändern ließ, musste mit anderen Zwangsarbeitern Blindgänger in München aufspüren – und entschärfen. Mit viel Glück überlebte er.
Frantiszek Przybylski (Mitte vorne), der seinen Namen später in Franz Brückl ändern ließ, musste mit anderen Zwangsarbeitern Blindgänger in München aufspüren – und entschärfen. Mit viel Glück überlebte er. Allitera Verlag

Nach dem Zweiten Weltkrieg lebten mehr als 100 000 Displaced Persons in München, viele von ihnen aus Osteuropa. Ein Buch zeigt, mit welchen Schwierigkeiten die Überlebenden des Nazi-Terrors zu kämpfen hatten – und warum manche trotzdem blieben.

Von Wolfgang Görl

Im Frühjahr 1940 wird Frantiszek Przybylski festgenommen und ins Fort VII gesperrt, das berüchtigte Gefängnis der Staatspolizei Posen, das auch als Ausgangspunkt für Deportationen in die Konzentrationslager dient. Przybylski ist Vollwaise, er wuchs in einem deutschen Kinderheim in Posen auf. Deutsch ist seine erste Sprache, Polnisch lernte er erst mit zehn Jahren. Nach dem Verlassen der Schule verdingte sich der 14-Jährige als Hilfsarbeiter, daneben engagierte er sich für das Rote Kreuz.

Zur SZ-Startseite

Tag für Tag: Kriegsende in München
:„Keiner wusste, ob er am nächsten Tag noch leben würde“

Wie eine gefangene Ärztin, ein KZ-Häftling, eine Fotografin, ein Freiheitskämpfer und ein Jugendlicher das Weltkriegsende in München und Dachau erleben. Und überleben.

SZ PlusVon Thomas Radlmaier und Katja Schnitzler

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: