bedeckt München

Harry Potter:Vereint gegen die Schwarzmagier

Hermine (Emma Watson) verteidigt ihre Freunde Harry und Ron mit dem Zauberstab in der Verfilmung "Harry Potter und der Gefangene von Askaban".

(Foto: imago stock&people)

In der Welt von "Harry Potter" suchen sich die Zauberstäbe ihre Besitzer selber aus. Den Hogwarts-Schülern sind nur ungefährliche Einsätze ihrer Stäbe erlaubt - nicht immer halten sie sich daran.

Von Barbara Hordych

Magische Kräfte können für gute Zwecke eingesetzt, aber auch zum Schaden anderer missbraucht werden. So ist es in den Star Wars-Filmen, in denen Jedi-Ritter mit Lichtschwertern gegen Darth Vader und die dunkle Seite der Macht kämpfen; so ist es im "Harry Potter"-Universum von Joanne K. Rowling, in dem Harry und seine Freunde mit Zauberstäben gegen Lord Voldemort und seine Schwarzmagier antreten.

Mit diesen Zauberstäben hat es eine besondere Bewandtnis: Nicht die Schüler des Hogwarts-Internats für Hexerei und Zauberei suchen sie sich aus, sondern in Mister Ollivanders Zauberladen wählen sich die Zauberstäbe ihre jeweiligen "Meister" selber aus. Harrys Zauberstab etwa besteht aus Stechpalme, mit einer Phönixfeder als Kern. Die Tatsache, dass ein "Zwillingsstab" existiert, der ebenfalls eine Phönixfeder als Kern besitzt, gibt schon im ersten Band einen Hinweis auf die unheimliche Verbindung von Harry Potter und Voldemort. Den Hogwarts-Schülern sind nur ungefährliche Einsätze ihrer Stäbe erlaubt, etwa Schwebe- und Lichtzauber, oder später Schutz- und Entwaffnungszauber. Die Zauberstäbe für "unverzeihliche Flüche" zu verwenden, die andere Menschen verletzen, ist indes streng verboten.

Auch Zauberstäbe selbst können beschädigt werden. Dann als Ersatz einfach zu einem anderen zu greifen, ist problematisch. Hermine etwa hasst es, den Zauberstab der dunklen Magierin Bellatrix Lestrange zu benutzen. "Das ist der Zauberstab, der Nevilles Mum und Dad gefoltert hat und wer weiß wie viele Leute sonst noch. Das ist der Zauberstab, der Sirius getötet hat!", erklärt sie Ron im siebten Band voller Abscheu.

Wer alle Harry-Potter-Bücher schon gelesen, alle Filme dazu geguckt hat, der sollte es mit der ähnlich komplexen, fünfbändigen Buchreihe "Magisterium" (Lübbe) der beiden Britinnen Holly Black und Cassandra Clare versuchen: Hier ist es der zwölfjährige Außenseiter Callum, geschlagen mit einem lahmen Bein und scharfer Zunge, der - gegen seinen Willen - in ein magisches Internat aufgenommen wird.

© SZ vom 23.04.2020
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema