Lokalrunde:Münchner mit Auszeichnung

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Lokalrunde: Zwischen Bistro, Pizzeria und Markthalle: der Coucou Food Market von Denis Leoncelli und Marie Schultz.

Zwischen Bistro, Pizzeria und Markthalle: der Coucou Food Market von Denis Leoncelli und Marie Schultz.

(Foto: Stephan Rumpf)

Ein Konzept, vier Varianten, das bringt Preise - sowohl beim Mural als auch beim Coucou Food Market.

Von Franz Kotteder

Es wird ersichtlich Herbst, da fallen die Blätter und in der gastronomischen Welt regnet es Auszeichnungen. Die einschlägigen Fachmagazine küren ihre Aufsteiger des Jahres, und da sind erfreulicherweise immer mal wieder auch ein paar Münchner Projekte mit dabei. Rolling Pin zum Beispiel ist ein Magazin und eine Internetplattform, die sich vorwiegend an ein Fachpublikum wendet und seine Kandidaten für Preise auch vom Fachpublikum küren lässt. Und in diesem Jahr wählte dieses Moritz Meyn und Wolfgang Hingerl zu den "Gastronomen des Jahres". Die beiden sind die Erfinder des Mural-Konzepts, das auf gehobene Küche mit lokalen und nachhaltigen Produkten setzt. Mittlerweile umfasst es schon vier Lokale. Mit dem Sternerestaurant Mural in der Hotterstraße hatte alles begonnen, danach kamen die Bar Mural, die Bambule-Bar und zuletzt das Mural Farmhouse hinzu, letzteres wartet noch immer auf die Eröffnung seiner spektakulären Dachterrasse. Wird wohl eher was für die Wintergrillsaison. Meyn und Hingerl sind aber nicht die einzigen Preisträger aus München, denn der Rolling Pin Award für den "Pâtissier des Jahres" ging an Ian Baker vom Hotel Vier Jahreszeiten an der Maximilianstraße.

Nicht ganz so renommiert ist der Fizzz Award, den ein weiteres Gastro-Magazin verleiht. In der Kategorie "Rollout des Jahres" wurden nun Marie Schultz und Denis Leoncelli ausgezeichnet. Die beiden haben sich Coucou Food Market ausgedacht, ein Konzept zwischen Bistro, Pizzeria und Markthalle. Den ersten seiner Art eröffneten sie in der Nymphenburger Straße. Dort gibt es italienische Pinsa, französische Baguettes und Gebäck, Kaffee von der Münchner Rösterei Man versus Machine sowie Salate und Bowls, die man sich, so gewünscht, auch selbst zusammenstellen kann. Das Konzept ist wandlungsfähig und kann der jeweiligen Größe des Lokals und der Umgebung angepasst werden. So gibt es in der Filiale an der Theresienstraße 128 mehr Vegetarisches und Veganes, und der Coucou Food Market am St.-Jakobsplatz 16 ist zugleich auch das Café im Jüdischen Museum. Demnächst kommt ein vierter Markt im Glockenbachviertel dazu. In der Holzstraße 21 bauen die beiden jetzt einen ehemaligen Kiosk mit Backshop um; Anfang Dezember wollen sie eröffnen. Leoncelli: "Wir wollen das bestehende Mobiliar und die Theken behalten und passend zu unserem Design umgestalten." Nachhaltigkeit also bis hin zur Ladenausstattung (Coucou Food Market, Nymphenburger Straße 69, montags bis freitags 7-18 Uhr, samstags 8-18 Uhr, sonn- und feiertags 9-18 Uhr, sowie derzeit an zwei weiteren Standorten, https://coucou-food.de).

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