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Boulder-Weltcup:München, die Boulderhauptstadt

Der Boulder-Weltcup findet schon zum neunten Mal in München statt. Die Chancen für die deutschen Kletterer stehen nicht schlecht.

München, bekannt für seine Biergärten, Weißwürste, für das Oktoberfest - und das Bouldern? Ein Umstand, der vielen Münchnern wohl nicht bewusst ist: Die Landeshauptstadt hat neben vielen anderen Titeln auch den einer inoffiziellen Kletterhauptstadt Deutschlands inne. In keiner anderen deutschen Stadt gibt es mehr Kletteranlagen, die Anzahl der Hobbykletterer ist dementsprechend beachtlich. Beatrix Zurek, Leiterin des Referats für Bildung und Sport, geht von 50000 bis 60000 aus. "Die Sportart rückt immer mehr in den Fokus", sagt Zurek.

Passenderweise findet also das Finale der Boulder-Weltcupserie am 17. und 18. August im Münchner Olympiastadion statt 312 Athleten klettern dann um den Sieg. Der Deutsche Alpenverein (DAV) stellt mit 27 Kletterern die größte Delegation und darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen Podiumsplatz machen. In Jan Hojer hat er den Vorjahressieger in den eigenen Reihen, Alma Bestvater werden nach einer herausragenden Saison ebenfalls gute Chancen zugerechnet. Sie plagt allerdings noch eine Handverletzung. Daneben hat der DAV mit Yannick Flohé, Alexander Megos und den Lokalmatadoren Alexander Averdunk und Frederike Fell weitere Kandidaten für die vorderen Plätze.

Zum neunten Mal schon findet ein Boulder-Weltcup in München statt - aus Sicht der Stadt ist der Klettersport hier "nicht mehr wegzudenken". Auch die Athleten rühmen die Veranstaltung. "So gefeiert wie hier wird man bei keinem anderen Weltcup", sagt Hojer und auch Alma Bestvater lobt die "einzigartige Stimmung". 2017 kamen rund 5000 Zuschauer in den Olympiapark, so viele wie bei sonst keinem anderen Weltcup. Angesichts der wachsenden Begeisterung für den Klettersport kann man davon ausgehen, dass es in diesem Jahr noch mehr werden - was den heimischen Athleten sicherlich nicht schaden dürfte.

Boulder-Weltcup, Fr./Sa., 17./18. Aug., Olympiastadion, Spiridon-Louis-Ring.