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Bogenhausen:Karte zur Küche

Bezirksausschuss will Gastronomie im Viertel unterstützen

Von Nicole Graner, Bogenhausen

"Heute bleibt die Küche kalt. . ." Wie dieser Spruch weitergeht, weiß wohl jeder. Aber wenn man mal nicht kochen möchte und im Internet nach Restaurants sucht, muss es natürlich nicht nur ein Hähnchen sein. Es gibt kulinarisch alles, was das Herz begehrt, wenn man zum Beispiel auf das Stadtportal Muenchen.de geht. Da erfährt man, klickt man auf den blauen Balken auf Restaurants, die News aus der Münchner Gastroszene. Dass es, brandneu, vegane Hot Dogs gibt oder Barbecue-Boxen. Und man erfährt, was die Sterneköche so alles vorhaben. Doch dann muss man Zeit mitbringen, wenn man sich durch den Gastro-Finder durchklicken will.

Eine mühsame Sache. Und gerade jetzt in Corona-Zeiten nicht sonderlich hilfreich, wenn man die Gastronomie seines Viertels unterstützen möchte, wie Petra Cockrell (Grüne) in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Bogenhausen monierte. Denn auch unter der in dieser Zeit entstandenen Rubrik "#muenchenhältzamm" werden eher Dienstleistungsbetriebe aufgezählt. Und in der Karte seien, so Cockrell, nur zwei Restaurants in Bogenhausen zu finden. Sie habe mit ein paar Gastronomen im Viertel gesprochen, und es seien für sie die "berührendsten" Gespräche gewesen, die sie in den letzten Jahren geführt habe. Die Wirte bräuchten eine Perspektive, sagt Cockrell, einen zuverlässigen Umsatz. Einmal aufmachen reiche nicht. Der BA müsse helfen, dass es die Wirte, die man im Viertel lieb gewonnen habe, auch in nächster Zeit noch gebe. Auf sie aufmerksam zu machen, ist in dem Grünen-Antrag die Devise. Sie sichtbar machen. Das Portal muenchen.de sei dafür wunderbar geeignet. Aber: Man müsse, so Cockrell, die Restaurants auch nach Vierteln sortieren und sie auch in der Karte sichtbar machen. Ein Button direkt auf der Startseite wäre auch eine Option. Dem stimmte auch Marko Poggenpohl (SPD) zu. "Ich sehe viele Restaurants, aber ich weiß nicht sofort, wo die sind. Das muss in einer Karte zu sehen sein."

Der BA will den Wirten im Stadtbezirk helfen und stimmte einstimmig für den Grünen-Antrag, der an das Münchner Wirtschaftsreferat, das das Stadtportal muenchen.de betreibt, weitergeleitet werden soll. BA-Vorsitzender Florian Ring (CSU) versprach, noch einmal mit den Wirten zu reden, was man als BA noch alles tun könne, um der Gastronomie in diesen schweren Zeiten zu helfen.

© SZ vom 11.06.2021
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