Bogenhausen Gymnasium darf ins Grüne

Objekt der Begierde: Auf dem Areal der Grund- und Mittelschule an der Knappertsbuschstraße sollte auch noch ein Gymnasium Platz finden.

(Foto: Catherina Hess)

Antrag der ÖDP gegen den Hausenstein-Neubau im Klimapark fällt im Bezirksausschuss durch

Von Ulrike Steinbacher, Bogenhausen

Ohne Diskussion und mit großer Mehrheit hat der Bezirksausschuss Bogenhausen einen Dringlichkeitsantrag der ÖDP abgelehnt, an der Knappertsbuschstraße in Englschalking und dem benachbarten Salzsenderweg ein Schulzentrum zu entwickeln. Nur die ÖDP selbst und drei Vertreter der Grünen stimmten für den Vorschlag, der die hartnäckigen Bemühungen der Bürgerinitiative Pro-Klimapark aufgreift, den Neubau des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums auf den Grünflächen am Salzsenderweg zu verhindern.

Der Stadtrat hatte den Standort Salzsenderweg für einen Neubau des Gymnasiums im Juni 2016 beschlossen, der Bezirksausschuss hatte schweren Herzens zugestimmt. Einerseits liegt ihm daran, den Klimapark samt Frischluftschneise zu erhalten, andererseits ist das Hausenstein - das einzige Gymnasium für Jungen und Mädchen im Stadtbezirk - längst viel zu klein für seine vielen Schüler. Jahrelange Versuche, das heutige Schulgebäude an der Elektrastraße zu sanieren, waren aus den unterschiedlichsten Gründen gescheitert.

Nachdem der Stadtrat sich auf den Standort für einen Neubau festgelegt hatte, versucht die Bürgerinitiative so hartnäckig wie vergebens, das Gymnasium im Klimapark zu verhindern. Sie brachte andere Standorte ins Gespräch, darunter auch die Grund- und Mittelschule an der benachbarten Knappertsbuschstraße, die gerade für 3,6 Millionen Euro saniert wird. Der Antrag der Initiative wurde im Juli vom Bezirksausschuss abgelehnt, in der jüngsten Sitzung scheiterte auch der leicht abgewandelte Vorschlag der ÖDP.

Er sah vor, beide Standorte gemeinsam zu entwickeln, Tiefgarage, Sportflächen und Hausmeisterwohnungen gemeinsam anzulegen und die Straße vor der Knappertsbuschschule - eine Sackgasse - für die Planung mit zu nutzen. Für die Grund- und Mittelschule stünden mehr Flächen zur Verfügung als für das Gymnasium, hieß es zur Begründung, und das, obwohl das Hausenstein deutlich mehr Schüler habe. "Diese Ungleichverteilung gilt es zu vermeiden", erklärt die ÖDP weiter, "und gleichzeitig soll dadurch dem Klimapark weniger Fläche genommen werden als bisher geplant."