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Bogenhausen:Cosimabad muss schon wieder schließen

Wieder gesperrt, für mindestens zehn Tage: das Cosimawellenbad in Bogenhausen.

(Foto: Stephan Rumpf)
  • Das Cosimabad in Bogenhausen ist erst seit 24 Tagen wieder geöffnet - und muss schon wieder schließen.
  • Der Grund: Aus einem großen Becken des Schwimmbads läuft Wasser.
  • Bis das Leck gefunden und repariert ist, soll es etwa zehn Tage dauern.

Von Melanie Staudinger

Das Cosimawellenbad bleibt das Sorgenkind unter Münchens Bädern. Es ist erst seit 24 Tagen wieder geöffnet und schon muss es von diesem Mittwoch an wieder schließen. Mitarbeiter der Stadtwerke München haben festgestellt, dass aus dem großen Wellenbecken Wasser läuft. Nun müssen Experten das Leck finden und reparieren. Ungefähr zehn Tage werden die Arbeiten dauern - so lange müssen sich die Badegäste also gedulden oder auf andere Bäder ausweichen.

Die schlechten Nachrichten aus dem Cosimabad reißen nicht ab. Erst verzögerte sich die zwölf Millionen Euro teure Sanierung, weil mehr zu tun war in dem 37 Jahre alten Gebäude als gedacht. Ende Juli, nach drei Jahren Sperrung, hatten die Bogenhausener ihr Bad zurück - immerhin pünktlich zu Ferienbeginn. Die alte Holzdecke war einer hellen Gestaltung und sanftem Licht gewichen, statt einem gibt es nun fünf verschiedene Wellenprogramme im 25 mal 15 Meter großen Becken, für die kleinsten Besucher gibt es einen 120 Quadratmeter großen Planschbereich.

Lange aber hat die Freude über die abgeschlossene Renovierung nicht angehalten. Denn schon bald nach Inbetriebnahme, so berichtet Stadtwerke-Sprecher Michael Solić, stellten Badangestellte fest, dass sich im Technikbereich unter dem Becken zunächst ein wenig Wasser sammelte. Mit der Zeit aber sei dort immer mehr Wasser zu finden gewesen. "Die Wellen erzeugen eine enorme Belastung", berichtet Solić. Derzeit gehe man davon aus, dass der Druck der Wellen ein kleines Leck vergrößert habe. "Das wollen wir nun finden und reparieren", sagt der Sprecher.

Was in der Theorie so einfach klingt, ist in der Praxis ein ziemlich aufwendiges Unterfangen. Deshalb muss das Cosimawellenbad von diesem Mittwoch, 23. August an, für etwa zehn Tage geschlossen bleiben - ganz schön lange für ein kleines Leck. Den Großteil der Zeit verbrauchen aber andere Tätigkeiten. Solić zufolge dauert es alleine zwei Tage, um das Wasser auszulassen. Dann stünden vier Tage für Suche und Reparatur zur Verfügung. Anschließend Wasser wieder zwei Tage lang einlassen und von zehn, elf Grad auf angenehme 28 Grad heizen, was wiederum zwei Tage in Anspruch nimmt. Danach soll das Wellenbad wieder geöffnet sein.

Die Schließung kommt für viele daheimgebliebene Familien zur Unzeit. Gerade erst ist es wieder wärmer geworden, die Ferien gehen noch bis Mitte September. "Wir können die Arbeiten leider nicht verschieben, weil wir verhindern wollen, dass das Gebäude einen Schaden durch die Feuchtigkeit nimmt", sagt Solić. Aufs Baden müssen die Münchner auch nicht verzichten.

In angemessener Entfernung können sie das Prinzregentenbad (Haltestelle: U 4 - Prinzregentenplatz) und das Ungererbad (U 6 - Dietlindenstraße oder Nordfriedhof) besuchen. Für Familien mit Kindern empfiehlt sich laut Stadtwerke auch das Michaelibad (U5/U7 - Michaelibad).

© SZ vom 23.08.2017/amm

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