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Bogenhausen:Ausgerutscht

Keine Wasserbahn auf dem Freigelände des Cosima-Wellenbads

Natürlich wäre eine Kinderrutsche auf der Freifläche des Cosima-Wellenbads eine tolle Sache. Zumal es ja drinnen keine gibt. Die hatte bei den Sanierungsmaßnahmen des Bades einfach keinen Platz mehr gefunden. Die Hanglage nutzen und eine weitere Attraktion für junge Badegäste schaffen - den Wunsch eines Bürgers fand auch der Bezirksausschuss (BA) Bogenhausen gut und wünschten sich eine Antwort der Stadtwerke. Im November 2019 kam sie mit einem klaren "Nein". Eine Umgestaltung brächte vieles mit sich: die Liegewiese müsste großflächig aufgebaggert und ein neues Becken mitsamt Wassertechnik und Anschlüssen müsste geschaffen werden. Auch gaben die Stadtwerke damals schon zu Bedenken, dass ein großer Teil der Liegefläche verloren gehen würde.

Trotz dieser Absage, wollte der BA nicht klein beigeben und erbat einen Ortstermin - zusammen mit den Stadtwerken München. Doch die Argumente gegen eine Rutsche bleiben die Gleichen. Große Erdarbeiten seien erforderlich, Betonarbeiten und der Platz für eine Rutsche sei letztlich zu eng. Das alles koste auch ein erkleckliches Sümmchen im sechsstelligen Bereich.

Schweren Herzens einigte man sich in der jüngsten Sitzung des Gremiums, den Antrag nicht weiter zu verfolgen. Auch weil eine Rutsche unter 15 Metern, wie Andreas Baier (Die Grünen) die Argumentation der Stadtwerke ergänzte, kaum auf Interesse stoßen würde. Und Rutschen über 15 Meter - ja, die kosteten eben.

Das Fazit: Das wohl endgültige Aus für eine Rutsche auf dem Freigelände. Kosten und Aufwand stünden nicht im Verhältnis zum Nutzen. Schließlich könne sie ja auch nur im Sommer genutzt werden. Auch das war bereits schon einmal ein Argument der Stadtwerke.

© SZ vom 17.02.2020 / ole
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