Andy Warhol benötigte nicht einmal eine halbe Stunde. Der US-amerikanische Künstler wollte „Geschwindigkeit bildlich darstellen“, und dabei ging es ihm auch selbst darum, schnell zu sein. Mit breiten Pinseln warf er grelle Farben auf den von Designer Giorgio Giugiaro entworfenen M1-Supersportwagen, der für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gemeldet war. Warhol wischte die Farben ineinander, drehte den Pinsel, ritzte in die dicke Farbschicht, und als er sein Werk als vollendet betrachtete, setzte er seine Unterschrift schwungvoll auf die hintere Stoßstange, links neben die beiden mächtigen Auspuff-Endrohre. Er dürfte mächtig Spaß daran gehabt haben. Der Überschwang ist dem Werk anzusehen.
Art Cars in MünchenBemalt von Warhol, Lichtenstein, Stella – die wertvollsten Autos der Welt
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Rennfahrzeuge, gestaltet von Andy Warhol (vorne), Roy Lichtenstein, Alexander Calder und Frank Stella (hinten von links nach rechts).
René HofmannAutos, die echte Kunstwerke sind: Was vor 50 Jahren mit einer kuriosen Idee begann, startete einen Trend. Bis Ende August sind erstmals alle BMW Art Cars an einem Ort zu sehen.
Von René Hofmann
