bedeckt München

Bildstrecke:Wiesn 2008: Das wird anders

Kein Eurostar, dafür Flower-Power und singende Flaschenöffner: Was sich auf dem Oktoberfest 2008 ändert.

8 Bilder

-

Quelle: SZ

1 / 8

Kein Eurostar, dafür Flower-Power und singende Flaschenöffner: Was sich auf dem Oktoberfest 2008, das vom 20. September bis zum 5. Oktober stattfindet, ändert.

Den Eurostar, eines der wildesten Fahrgeschäfte auf der Wiesn, wird man in diesem Jahr vergeblich suchen. 13 Jahre lang stand der Eurostar, der Fahrgäste mit bis zu 100 Stundenkilometern durch Loopings schleuderte, auf dem Oktoberfest, nun wurde er an die Russen verkauft. Stattdessen darf die "Alpina Bahn" zurück auf das größte Volksfest der Welt. Die familienfreundliche Achterbahn war 1994 schon einmal dabei und hat nun erneut den Zuschlag erhalten.

Foto: AP

Texte: Lara Doktor und Lisa Sonnabend

-

Quelle: SZ

2 / 8

Flower-Power hält in diesem Jahr auf der Wiesn Einzug. Das neue Fahrgeschäft "Psychodelic" versprüht auf der kommenden Wiesn den Geist der siebziger Jahre. Bei dem Besuch des Lauf- und Belustigungsgeschäfts "Psychodelic" tauchen die Wiesnbesucher in die Hippie-Welt ein. Mit einer Spezialbrille auf der Nase sieht der Besucher die Retro-Welt durch große Blumen. Hinter der bunten Frontfassade wandeln die Besucher durch ein psychodelisches Labyrinth mit mehreren Schauräumen und farbdurchfluteten Gängen.

Foto: ddp/Hippie-Festivals Burg Herzberg bei Breitenbach

-

Quelle: SZ

3 / 8

Zehn Jahre trug das Brauereipferd Schorschi das Münchner Kindl beim Einzug der Wiesn-Wirte auf das Festgelände. Damit ist es jetzt vorbei. Das sanfte Kaltblut Schorschi ist im Alter von 21 Jahren an Alterschwäche gestorben. Zur Wiesnzeit wird Schorschi ganz sicher aus dem Pferdehimmel auf die Thersienwiese hinuntergucken.

Foto: Heddergott

-

Quelle: SZ

4 / 8

Neue Souvenirs gibt es in diesem Jahr natürlich auch wieder. Sammler sollen ja etwas Neues zum Geldausgeben vorfinden. Martin Polt, der Sohn von Komiker Gerhard Polt, hat sich Einiges einfallen lassen. Wie zum Beispiel ein Brettspiel, das in einem Bierglas verpackt ist und bei dem es darum geht, am schnellsten den Weg von der U-Bahnhaltestelle Theresienwiese zur Bavaria zurückzulegen. Oder einen Flaschenöffner, der beim Ansetzen "Prosit der Gemütlichkeit" abspielt.

Foto: Sonnabend

-

Quelle: SZ

5 / 8

Beim Aufbau der Wiesnzelte und Fahrgeschäfte kamen in den letzten Jahren immer mehr Schaulustige, so Tourismus-Chefin Gabriele Weishäupl auf der Wiesnpressekonferenz am Dienstag. "Es ist zu einem richtigen Baustellen-Tourismus gekommen!" Auch Kindergartengruppen und Schulklassen pilgerten zur Theresienwiese. Weishäupl sieht dieser Entwicklung kritisch und stellt noch einmal klar, dass es sich um eine Baustelle handelt, die mit ihren schweren Geräten auch gefährlich sein kann. Eine komplette Absperrung der Theresienwiese sei aber Unsinn laut Weishäupl. Die Wiesnorganisatoren sperren jedoch in diesem Jahr erstmals Zufahrts- und Durchgangswege ab.

Foto: ddp

-

Quelle: SZ

6 / 8

Immerhin: Zum 850 Stadtgeburtstag zahlt man keinen Jubiläumspreis von 850 Cent für das Bier auf der Wiesn. Aber fast. Für die Maß muss der Wiesn-Besucher in diesem Jahr 7,80 bis 8,30 Euro zahlen. Vergangenes Jahr war das noch weniger. Da mussten die Durstigen noch 7,30 bis 7,90 Euro hinlegen. Den Preisanstieg im Nahrungsmittelbereich spüren die Wirte auch auf der Wiesn. Die städtische Tourismus-Chefin Gabriele Weishäupl versichert: "Die Wirte bemühen sich aber, die Preise stabil zu halten."

Foto: ddp

-

Quelle: SZ

7 / 8

Raucher hatten befürchtet, dass in diesem Jahr Neuerungen auf sie zukommen und auch in Wiesnzelten das Rauchverbot gilt. Doch es ist noch einmal anders gekommen. Die CSU hat für große Bierzelte noch bis Ende des Jahres beim absoluten Rauchverbot eine Ausnahme gewährt. Erst im nächsten Jahr, wenn die Wahl vorbei ist, wird das Rauchverbot wohl auch auf dem Oktoberfest gelten. "Wir werden uns dann selbstverständlich an die Rechtslage halten", sagt Tourismuschefin Gabriele Weishäupl. "Persönlich würde ich es für vernünftig halten, wenn es jeder Wirt selber entscheiden dürfte."

Foto: dpa

-

Quelle: SZ

8 / 8

Beinahe wäre noch eine weitere Neuerung hinzugekommen: Die Wiesn war heute auch Thema im Rathaus. Der Kreisverwaltungsausschuss diskutierte eine Änderung der Oktoberfestverordnung. Die Jugendamtschefin Maria Kurz-Adam hatte vorgeschlagen, Kindern bis zu sechs Jahren den Besuch in Bierzelten - auch in Begleitung Erwachsener - nur noch bis 17 Uhr zu gestatten. Bisher galt dieses Verbot erst von 20 Uhr an. Der Kreisverwaltungsausschuss hat das Ansinnen jedoch einstimmig abgelehnt.

Foto: Hess

Texte: Lara Doktor und Lisa Sonnabend

Zur SZ-Startseite