Bildergalerie:Die Schönheit der Krise

Traurig, aber warm: Auf ihrem neuen Album "Das optimale Leben" besingt Annett Louisan die Schönheit der Krisen. Was daran so schön ist, erzählt sie im Interview.

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Interview mit Annett Louisan

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Traurig, aber warm: Auf ihrem neuen Album "Das optimale Leben" besingt Annett Louisan die Schönheit der Krisen. Was daran so schön ist, und warum sie ein Tief hatte, erzählt die 30-Jährige im Interview mit Bernhard Blöchl. Soviel vorweg: Die Hitparaden-Lolita von einst ("Das Spiel") ist zur sinnlichen Sängerin gereift.

SZ: "Das optimale Leben" ist Ihr drittes Album in drei Jahren. Ihre Karriere scheint weiterhin glatt zu laufen.

Screenshot: sueddeutsche.de

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Annett Louisan: Ich habe mich nach dem zweiten Album und der dritten Tour schon gefragt: Muss ich mich andauernd übertreffen, um auch nur annähernd das gleiche Glücksgefühl zu haben? Ich hatte fast so etwas wie ein kleines Tief nach der Tour. Ich lebe meinen Traum in dem optimalen Leben und sollte eigentlich richtig glücklich sein. Aber ich merke, dass es mir gar nicht so gut steht, richtig glücklich zu sein. Ein bisschen Unzufriedenheit motiviert mich ungemein. Mein Kick ist dieser Schritt vor dem Glück. So ist ,Das optimale Leben' entstanden. Es geht um die Suche, die zerplatzten Träume, die Desillusionen in der Liebe.

SZ: So handeln viele Songs von den Dramen des Lebens. Die Stimmung ist traurig - trotz der Leichtigkeit im Sound. Was ist so verlockend am Unglück?

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Louisan: Mich interessiert, die Welt so zu beleuchten, wie ich sie empfinde. Und ich sehe nicht immer nur die rosarote Wolke. Ich beobachte die Menschen und weiß, welche Themen zur Sprache kommen. Das sind zumeist die etwas entrückten Sachen. Nicht die Perfektion fasziniert, sondern das, was daneben läuft.

SZ: Sie arbeiten seit Jahren intensiv mit Frank Ramond zusammen, der sich inzwischen zu dem deutschen Songschreiber schlechthin entwickelt hat. Wie ergänzen Sie sich?

Foto: ddp

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Louisan: Hinter der Kamera sind wir gleichberechtigte Partner. Frank und ich sind befreundet, wir haben einen ähnlichen Humor. Auf eine bestimmte Art sind wir beide kleine Machos. Er ist ein sehr intensiver guter Beobachter. Wir ergänzen uns perfekt - auch durch die zwei Kameraperspektiven: Mann und Frau. Das ist das Geheimrezept von Annett Louisan. Er schreibt die witzigen Geschichten, recherchiert sehr rational. Ich bin die emotionale Kraft, die ihn treibt.

SZ: Gemeinsam sollen Sie mit französischen Liedern experimentiert haben.

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Louisan: Wir haben vor einiger Zeit versucht, ein paar Texte auf Französisch zu übersetzen. Frank ist ja Halbfranzose. Es ist noch nichts produziert oder in Planung. Aber klar: Im Hinterkopf haben wir das schon. In Frankreich zu veröffentlichen, wäre für mich ein Riesentraum, weil ich dieses Land so liebe.

Die sommerlich leicht verpackten Dramen ihrer neuen CD stellt Annett Louisan am Montag, 10. Dezember, 20 Uhr, im Deutschen Theater vor (Karten unter Telefon 01 80/11 00 12 00).

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