Die liberale jüdische Gemeinde München hat sich viel von C. Bernd Sucher versprochen, als sie den Autor und ehemaligen Feuilleton-Journalisten vor einem knappen Jahr zu ihrem neuen Vorsitzenden wählte. Vom „hohen Ansehen“ des 76-Jährigen in der Öffentlichkeit erhoffte man sich eine „maßgebliche Stärkung“ der Gemeinde und „neue Impulse“. Vor allem aber, dass die knapp 700 Mitglieder starke Gemeinschaft in der Stadtgesellschaft deutlicher wahrgenommen wird – immerhin waren es die Progressiven, die das jüdische Leben der Stadt einst maßgeblich prägten – bis ihre Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße 1938 auf Befehl Adolf Hitlers zerstört wurde. Vielen Münchnern ist heute vor allem die orthodoxe Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern mit ihrer Präsidentin Charlotte Knobloch ein Begriff.
Liberale jüdische Gemeinde Beth Shalom„Wahrscheinlich bin ich für einige Menschen in meiner Gemeinde eine Zumutung“
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In München ist vielen nicht bekannt, dass es neben der Israelitischen Kultusgemeinde eine weitere jüdische Gemeinde gibt. C. Bernd Sucher ist als Vorsitzender der Liberalen von Beth Shalom angetreten, dies zu ändern. Wie er die großen Bühnen der Stadt nutzt.
Interview von Andrea Schlaier
