Berg am Laim/Schwabing:Neues Domizil

Berg am Laim/Schwabing: Im dritten Stock des Bürohauses an der Neumarkter Straße hat der Verlag 1400 Quadratmeter Fläche für 55 Arbeitsplätze angemietet.

Im dritten Stock des Bürohauses an der Neumarkter Straße hat der Verlag 1400 Quadratmeter Fläche für 55 Arbeitsplätze angemietet.

(Foto: Catherina Hess)

Langenscheidt-Verlag bezieht Bürogebäude in Berg am Laim

Von Stefan Mühleisen, Berg am Laim/Schwabing

Der traditionsreiche Langenscheidt-Verlag hat sein Stammhaus in der Parkstadt Schwabing endgültig aufgegeben und sein neues Domizil an der Neumarkter Straße 61 in Berg am Laim bezogen. "Die Büros entsprachen schon länger nicht mehr unseren Anforderungen", kommentiert Langenscheidt-Geschäftsführer Ivo Kai Kuhnt den Wechsel des Firmensitzes vom Norden in den Osten der Stadt.

Damit verlässt einer der einstigen Pioniere die prosperierende Wohn- und Gewerbecity nördlich des Mittleren Rings. Damals, 1999, feierte Kultusministerin Monika Hohlmeier den fortan als "Langenscheidt-Gebäude" bezeichneten Bürokomplex als "bayerisches Wahrzeichen für ein polyglottes 21. Jahrhundert". Dem Verlag, dessen Wörterbücher mit dem blauen L auf gelbem Grund weltbekannt sind, setzte die digitale Konkurrenz mächtig zu. Es gab mehrere Kündigungswellen. 2012 übernahm die Hamburger Günther-Holding den Verlag; das Gebäude an der Mies-van-der-Rohe-Straße in der Parkstadt wurde im gleichen Jahr verkauft.

Geschäftsführer Kuhnt dementiert indes Spekulationen, der Umzug hänge mit einer erneuten Unternehmenskrise zusammen. "Es handelt sich nicht um eine Umstrukturierung. Im Gegenteil, im Juli werden zwei neue Stellen im Verlag besetzt." Bereits vor einem Jahr hatte Kuhnt in einem Zeitungsinterview deutlich gemacht, der Umsatz habe sich stabilisiert, der Verlag schaue wieder positiv nach vorne.

Das neue Domizil liegt in einer Gegend, in der sich mehrere Verlage angesiedelt haben, darunter Random House, Callwey sowie Gräfe und Unzer. Im dritten Obergeschoss des viergeschossigen Bürohauses an der Neumarkter Straße hat der Verlag nach eigenen Angaben 1400 Quadratmeter Fläche für 55 Arbeitsplätze angemietet.

Der alte Firmensitz in der Parkstadt, direkt neben den Highlight-Towers, ist inzwischen aufgeteilt: Den süd-westlichen Querbau übernahm die CSU-Landesleitung; das nördliche Segment kaufte der Deutsche Alpenverein (DAV) als neuen Standort für die Bundesgeschäftsstelle, die derzeit noch in der Von-Kahr-Straße ansässig ist. Nach Auskunft von DAV-Hauptgeschäftsführer Olaf Tabor soll das Bauwerk um ein oder zwei Etagen aufgestockt, das Gebäude saniert werden. Der Planungsprozess laufe bereits; mit der Fertigstellung sei indes nicht vor dem Jahr 2019 zu rechnen, so Tabor.

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