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Berg am Laim:Schlicht zu hoch

Erneut wird die geplante Bebauung an der Truderinger Straße kritisiert

Die geplante Bebauung des Ackers an der Truderinger Straße ist erneut in die Kritik geraten. In einem mehrseitigen Brief fordert ein Anwohner die Berg am Laimer Stadtteilpolitiker auf, sich für einen "Stopp des gesamten Bauvorhabens" einzusetzen. Diese hatten sich Ende August bereits sehr kritisch zu den Plänen geäußert, vorangegangen war damals ein Erörterungstermin mit dem Planungsreferat. Der Anwohner sieht sich durch den dort vorgestellten Entwurf "an den Stadtteil Neu-Riem" erinnert - für ihn ein "Negativbeispiel für städtebauliche Fehlgriffe". Anders als beispielsweise der Bund Naturschutz, der eine Bebauung des Grüns grundsätzlich ablehnt, sei das Anliegen, dort Wohnungen zu schaffen, in seinen Augen aber durchaus nachvollziehbar. Es ist konkret die aktuelle Planung, die verärgert.

So seien die geplanten Gebäude mit ihren sechs, acht und 15 Stockwerken für die Umgebung schlicht zu hoch, schreibt der Bürger. Auch der Bezirksausschuss (BA) setzt sich für weniger Stockwerke ein, maximal wollen die Lokalpolitiker acht Stockwerke erlauben. Ebenso "abschmelzen" soll, geht es nach dem Bürger und dem BA, die Anzahl der Wohnungen. Die Stadtteilpolitiker wollen diese Zahl auf 750 Wohnungen deckeln. Zudem fordern die Stadtteilpolitiker, das Verkehrsgutachten neu aufzulegen.

Das Planungsreferat versichert immerhin, dass alle Punkte, die der BA nach dem Erörterungstermin eingegeben hat, "aufgenommen und mit allen Belangen gegeneinander und untereinander gerecht abgewogen" werden. Die Forderungen nach einer Ampel, einer Erweiterung des Parklizenzgebiets sowie einem ausreichenden Schutz vor Schleichverkehr habe man an die zuständigen Fachreferate weitergeleitet. Dies lasse sich nicht mit dem Bebauungsplan veranlassen, schreibt das Planungsreferat.

© SZ vom 28.09.2018 / kors
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