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Berg am Laim:Neubaugebiet muss auf den Prüfstand

Mit seinen Einwänden gegen das geplante Neubaugebiet auf dem Acker an der Truderinger/Roßsteinstraße findet der Bezirksausschuss (BA) Berg am Laim Gehör im Rathaus. Der Planungsausschuss hat den ursprünglich für März geplanten Billigungsbeschluss für ein Baugebiet mit mehr als 800 Wohnungen ohne Gegenstimmen ein zweites Mal verschoben und will sich am 1. Juli erneut mit dem Projekt beschäftigen. Der BA lehnt die bisherige Planung ab - wegen eines geplanten Hochpunktes, aber auch wegen des Gesamtvolumens.

Die Bebauung würde, so die Befürchtung, benachbarten Wohngebieten die Frischluftzufuhr abschneiden und lange Schatten werfen. Das Stadtteilgremium vermisst außerdem Konzepte gegen die weiter steigende Verkehrsbelastung und sieht eventuelle Bodendenkmäler nicht ausreichend geschützt. Die Anwohner hatten sich in diversen Versammlungen ebenfalls skeptisch bis ablehnend geäußert, was der BA nicht genug berücksichtigt sieht. Die Grünen-Ratsfraktion hatte die Bedenken in einem Änderungsantrag aufgegriffen, der nun in eine neue Vorlage eingehen dürfte. Auf Überarbeitung dringen inzwischen alle Ratsfraktionen. Ein Erfolg für den Bezirksausschuss mit seiner Ortskenntnis, finden die Lokalpolitiker.

© SZ vom 29.05.2020 / raj

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