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Berg am Laim:Markt am Michaelibad

Lokalpolitiker wünschen sich einen zweiten Standort im Viertel

Wenn der Bäcker aus dem Allgäu wegen Schneegestöbers unvorhergesehen mal nicht freitags sein Zelt am Grünen Markt aufbaut, gibt es in Berg am Laim lange Gesichter. Der Wochenmarkt im alten Ortskern ist bei den Bewohnern des Viertels sehr beliebt. Um ein ähnliches Angebot auch an anderer Stelle im Bezirk anbieten zu können, hat der Bezirksausschuss (BA) Berg am Laim einen zweiten Standort für einen Wochenmarkt in Erwägung gezogen. Der ehemalige Busbahnhof am Michaelibad könnte dafür in Frage kommen. Bereits in der Vergangenheit hatte der BA versucht, auf dem Areal einen Markt zu etablieren. Das Gelände gehört den Stadtwerken München (SWM) und soll in den kommenden Jahren überbaut werden. Geplant sind auf dem 1,2 Hektar großen Grundstück zwischen Heinrich-Wieland-, St.-Michael- und Kampenwandstraße 140 Wohnungen, Geschäfte eine Kita sowie Büros für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke.

Kurz vor Ende des vergangenen Jahres hatte die städtische Tochter die Siegerentwürfe für das Bauvorhaben präsentiert. Demnach könnte auf der derzeit als Parkplatz genutzten Fläche unter anderem ein Hochhaus mit zwölf Stockwerken entstehen. Was für ein Gebäude dort schlussendlich entsteht, ist noch nicht klar. Die SWM planen den Baubeginn für das Projekt für das Jahr 2026. Genug Zeit, um die Wünsche für einen neuen Wochenmarktplatz in die Planung einzubeziehen, findet der BA. In einem fraktionsübergreifenden Antrag fordern die Lokalpolitiker die Stadt auf, dass die SWM Standmöglichkeiten für Marktwägen in ihr Konzept integrieren. Alternativ schlägt das Gremium die Fläche rund den Parkplatz an der Hechtsee- sowie der Bad-Schachener-Straße vor. Eine Anfrage bei den Markthallen München soll klären, ob am Michaelibad künftig ein zweiter Markt stattfinden kann.

© SZ vom 25.03.2021 / lkr
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