Berg am Laim Heim in Sicht

Neubau für den FC Phönix an der Langkofelstraße geplant

Von Fabian Huber, Berg am Laim

Die Zustände beim FC Phönix waren untragbar geworden: Wegen fehlender und teils unbespielbarer Plätze musste der Verein bereits Kinder ablehnen, Strafen zahlen, Spiele absagen. Weil es zu wenige Umkleiden gibt, mussten die Sportler improvisieren. Den Traktor für die Rasenpflege halten Pflaster und Gummis irgendwie zusammen. Abhilfe sollte ausgerechnet eine benachbarte Bauruine schaffen. Direkt neben dem Sportplatz rostet ein Stahlbetongerippe vor sich hin. Seit 2001 will Griechenland dort in Erbpacht auf städtischem Gelände eine Schule bauen. Es reihten sich nicht eingehaltene Zusagen an Liquiditätsprobleme, Diplomatenschach an Fristverlängerungen, bis der Stadtrat im April beschloss, den Rohbau abzureißen - und damit wieder Bewegung in die Diskussion um den FC Phönix brachte.

Der Verein hatte schon länger auf das Areal geschielt, war jahrelang von der Stadt hingehalten worden, soll jetzt aber - so Stadtschulrätin Beatrix Zurek - "im Rahmen des Neubaus des Schulkomplexes an der Langkofelstraße ein neues Vereinsheim" bekommen. Die dabei entstehende Parkanlage soll Phönix in Wechselnutzung zur Verfügung stehen, der Verein an den Planungen beteiligt werden. Um den 500 000 Euro teuren Umbau des bestehenden Tennen- in einen Kunstrasenplatz leichter mit einem Kredit finanzieren zu können, soll der Klub einen Erbbaurechtsvertrag für die verbleibende Restfläche der Sportanlage erhalten.

Die städtische Stellungnahme geht auf einen Antrag der SPD-Stadtratsfraktion aus dem Juli 2018 zurück, in dem eine schnelle Lösung für den Verein gefordert wurde. Die scheint es nun zu geben. Sie gehe davon aus, schreibt die Schulrätin, "dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist". Phönix hingegen will mit der Errichtung eines Kunstrasenplatzes warten, bis die Planung für den gesamten Neubau steht.