Beginn einer Großbaustelle:Facelifting am Harras

Am Harras rollen die Bagger an. Der Verkehrsknotenpunkt in Sendling wird komplett umgestaltet. Autofahrer müssen jetzt viel Geduld haben. In Bildern.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Am Harras rollen die Bagger an. Der Verkehrsknotenpunkt in Sendling wird komplett umgestaltet. Autofahrer müssen jetzt viel Geduld haben. In Bildern.

Noch sieht es hier ganz ruhig aus - aber in nächster Zeit müssen sich Autofahrer auf einiges gefasst machen. Denn am Harras wird künftig alles neu - auch die Straßenführung. Der nördliche Teil der Albert-Roßhaupter-Straße verschwindet. Stattdessen wird dort ein Platz mit Bänken und Grünflächen angelegt (Bildmitte). Der südliche Teil der Albert-Roßhaupter-Straße macht künftig eine scharfen Kurve und mündet so in die Plinganserstraße.

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Derzeit werden die alten Wartehäuschen der Buslinien und die U-Bahnzugänge in der Platzmitte abgerissen. Die Bushaltestellen wurden deshalb schon im Dezember vergangenen Jahres vom Rondell an die Straßenränder verlegt.

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Pappeln und Platanen müssen dem Großbauprojekt am Harras weichen - insgesamt werden 20 Bäume gefällt. Nach dem Umbau wollen die Stadtwerke acht Bäume neu pflanzen.

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Der Großumbau des Platzes dauert voraussichtlich bis Ende des Jahres. Bis dahin müssen Autofahrer wohl mit großen Behinderungen rechnen. Doch das Baureferat beschwichtigt: Um größere Staus zu vermeiden, wird der neue Harras in mehreren Phasen erstellt. Während der Bauzeit sollen "in der Regel" die vorhandenen Fahrspuren und Abbiegemöglichkeiten erhalten bleiben, teilte das Referat mit. Allerdings könne es mitunter nötig werden, einzelne Fahrspuren zu sperren. Dies erfolge, mit Ausnahme der Schulferien, ausschließlich außerhalb der Hauptverkehrszeiten.

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Ganz schlecht sieht es momentan mit Parkplätzen am Harras aus. Wegen der Bauarbeiten kann man nicht vor den einzelnen Läden oder der Post halten. Zudem will das Baureferat nicht, dass der Lieferverkehr und die Zugänge zu den Geschäften beeinträchtigt werden. Für die Zeit des Umbaus brauchen die Anwohner und Autofahrer also viel Geduld. Die soll sich allerdings lohnen, verspricht das Baureferat.

Harras Baustelle in Sendling, Simulation des Baureferats München zur Fertigstellung, Pressebild

Quelle: Baureferat München

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Der eintönige, freudlos-graue Sendlinger Verkehrsknotenpunkt soll zu einem attraktiven Stadtteilzentrum werden, in dem man sich gern aufhält. Durch die neue Straßenführung entsteht eine dreieckige Platzfläche vor der nördlichen Häuserfront (Simulation des Baureferats im Bild). Auf der Fläche soll es leicht geschwungene Bänke aus Beton geben, auf denen ein Lattenrost aus Eichenholz liegt. Außerdem ist ein runder Brunnen auf dem Platz geplant. Auf einer Bank direkt am Becken könne man sich nicht nur an Sommertagen eine kleine Auszeit gönnen, schwärmt das Baureferat.

Harras

Quelle: Baureferat München

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7,3 Millionen Euro lässt sich die Stadt den neuen Harras kosten. Die kleinere südliche Platzfläche vor der Post soll ebenfalls neu gestaltet und mit Bäumen bepflanzt werden.

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Die Grünen im Rathaus hatten beantragt, dass für den neuen Harras keine Steine "aus ausbeuterischer Kinderarbeit" verwendet werden dürfen. Das Baureferat hatte zugesagt, bei der Ausschreibung für den Bodenbelag des künftigen Platzes diese Forderung zu berücksichtigen.

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Auch Fußgänger und Radfahrer sollen vom neuen Harras profitieren: Neue Rad- und breitere Fußwege werden mit dem bisherigen Wegenetz verbunden. Von den beiden Platzflächen sowie aus den Arkaden der Plinganserstraße wird je ein Abgang zur U-Bahn führen.

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Bis die ''Operation Harras'' abgeschlossen ist, wird es aber wohl mindestens noch anderthalb Jahre dauern. Im Frühjahr 2012 sollen nach den bisherigen Planungen des Baureferats die neuen Platzflächen mit Bänken und Brunnen angelegt werden. Ende des kommenden Jahres sind dann wohl alle Arbeiten abgeschlossen.

© sueddeutsche.de/Alfred Dürr/elis/tob
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