Bayernliga-DerbyPullacher Partybreaker

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Ohne Mund-, aber mit Nasenschutz: Pipinsrieds Nikola Jelisic (re.) im Duell mit Pullachs Mike Hutterer.
Ohne Mund-, aber mit Nasenschutz: Pipinsrieds Nikola Jelisic (re.) im Duell mit Pullachs Mike Hutterer. (Foto: Niels P. Joergensen)

Ausgerechnet der darbende Vorletzte der Liga beendet die sagenhafte Pipinsrieder Serie mit 26 Spielen ohne Niederlage und freut sich über drei Punkte.

Von Stefan Galler, Pipinsried/Pullach

Auf der Facebook-Seite des FC Pipinsried wurde im Vorfeld schon mal ganz genau nachgerechnet: Ein eigener Sieg gegen Pullach und eine Niederlage des Verfolgers Deisenhofen hätte den Fußballern aus dem Dachauer Hinterland zum vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft in der Bayernliga Süd genügt - nach 26 von 34 Spieltagen. Doch letztlich wurde daraus aus zweierlei Gründen nichts. Der FCD gab sich nämlich in Schwabmünchen keine Blöße - und auch Pipinsried erledigte seine Hausaufgaben nicht: Gegen den Tabellenvorletzten kassierte der Ligaprimus seine erste Saisonniederlage.

Dementsprechend gedämpft war die Laune beim neuen FCP-Cheftrainer Andreas Thomas: "Es ist schon ärgerlich, dass unsere Serie zu Ende ist. Vor allem, weil wir den Gegner absolut an die Wand gespielt haben. Eine total unnötige Niederlage." Auf der Gegenseite war die Erleichterung nach den beiden denkbar knappen Niederlagen gegen Donaustauf (0:1) und Türkspor Augsburg (1:2) riesig: "Für uns ist jeder Sieg wichtig, ganz egal gegen wen. Wir brauchen Punkte, um da unten rauszukommen", sagte der spielende Co-Trainer der Isartaler, Christian Doll. "Aber dass wir damit jetzt die Pipinsrieder Serie zerstören konnten, hat schon was."

Gleich der erste beherzte Versuch war es, der den designierten Meister ausknockte: Justin Gaigl schoss in der dritten Minute einen Freistoß aus rund 25 Metern ins Pipinsrieder Tor. "Da hatten wir also 87 Minuten Zeit, das zu korrigieren, und schaffen es nicht, auch nur ein Tor zu erzielen. Das ist frustrierend", so Andreas Thomas, der seinen Torwart Tim Oberwahrenbrock nicht von Schuld freisprechen konnte: "Der Freistoß hat mittig eingeschlagen."

Seine Elf blies zum Sturmlauf, Pablo Pigl hatte gleich die Ausgleichschance (5.), er ließ sie ebenso ungenutzt wie Benjamin Kauffmann seine erste von zahlreichen Möglichkeiten (14.) oder Oliver Wargalla, der nach Pigl-Hereingabe vergab (16.). Pullach fuhr zumindest im ersten Abschnitt noch den ein oder anderen Konter, etwa kurz nach dem 0:1, als Martin Bauer an Keeper Oberwahrenbrock scheiterte - das sollte sich nach dem Seitenwechsel entscheidend ändern. "Da sind wir dann wirklich nur noch schwer rausgekommen. Sie haben uns heftig reingedrückt, aber das ist auch nicht überraschend angesichts der riesigen Qualität, die Pipinsried hat", resümierte Alexander Benedes Assistent Doll.

Vor allem der frühere Pullacher Daniel Leugner trieb die Pipinsrieder stetig an, er bereitete eine weitere Chance für Kauffmann vor (64.) und war auch Ausgangspunkt einer Kombination über Marvin Jike und abermals Kauffmann, der die Kugel an die Latte schoss (70.). Nachdem auch Leugner selbst (79.) und Max Zischler (83.) ihre Möglichkeiten vergeben und Kauffmann wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen (90.+1) hatte, war's vorbei. "Wir haben super verteidigt, eine geschlossene Mannschaftsleistung, und ein bisschen Glück war auch dabei", fand der Pullacher Doll. Pipinsrieds Trainer Thomas bilanzierte: "Wir waren zu hektisch, zu fahrig, der Untergrund war nicht optimal und unser Tempo zu gering. Wahrscheinlich hätten wir noch zwei Stunden spielen können, ohne zu treffen."

© SZ vom 19.10.2020 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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