Pfingstferien:Es wird voll auf Bayerns Straßen

Lesezeit: 2 min

Pfingstferien: Tausende Menschen werden sich am Freitag und Samstag wieder auf den Weg in den Urlaub machen und im Stau stehen, wie hier auf der A9 bei München.

Tausende Menschen werden sich am Freitag und Samstag wieder auf den Weg in den Urlaub machen und im Stau stehen, wie hier auf der A9 bei München.

(Foto: Matthias Balk/dpa)

Der ADAC warnt vor Staus auf dem Weg in die Pfingstferien. Baustellen auf den Autobahnen Richtung Süden dürften das Problem noch verschärfen.

Von Andreas Schubert

Einer der großen Nerventests des Jahres steht kurz bevor: An diesem Freitag machen sich wieder Reisende aus ganz Deutschland ab in die Frühsommerfrische, also bevorzugt gen Süden. Und wie jedes Jahr weist der Automobilklub ADAC darauf hin, dass - wenig überraschend - mit Staus auf den Autobahnen zu rechnen ist. Besonders am Freitag und Samstag wird es auf den Straßen Richtung Süden eng werden; weil am Pfingstmontag dann für viele ein verlängertes Wochenende endet, staut es sich voraussichtlich dann auch in die Gegenrichtung.

Auch wenn die Spritpreise nach wie vor hoch sind, werden nach Einschätzung des ADAC viele Urlauber auf Flugreisen verzichten und aufs Auto umsteigen, denn Fliegen habe sich nach einer Analyse des Verkehrsklubs um bis zu 46 Prozent verteuert. "Die gestiegenen Preise dürften also eher zu mehr, denn zu weniger Verkehr Richtung Süden führen", sagt Alexander Kreipl, Verkehrsexperte des ADAC Südbayern.

Besonders eng dürfte es erneut am Brenner werden, wo vier größere Baustellen den Verkehr ausbremsen. Aber schon in Deutschland ist Richtung Brenner mit viel Stau und Stop-and-Go zu rechnen.

Tirol hat bereits für Freitag und Samstag sowie an acht weiteren Tagen während der Pfingstferien sogenannte Dosiertage für Lkw angesetzt, die für einen massiven Lkw-Rückstau auf der A93 bis auf die A8 sorgen und auch den Autoverkehr behindern werden. Vom Umfahren der Staus rät der ADAC dringend ab. Es bringe statt Zeitersparnis nur Chaos in den Ortschaften.

In Tirol und Salzburg dürfen Durchreisende die Autobahn gar nicht erst verlassen. Die Sperren werden überwacht und es drohen Bußgelder.

Baustellen auf den Autobahnen gen Süden

Nicht nur am Brenner, auch auf bayerischen Autobahnen stockt der Verkehr an Baustellen. Betroffen sind die A8 München - Salzburg in beiden Richtungen bei Holzkirchen, die A92 Deggendorf - München zwischen Landshut-West und Moosburg-Nord, die A95 München - Garmisch-Partenkirchen in beiden Richtungen zwischen Raststätte Höhenrain und Sindelsdorf sowie zwischen Anschluss B2 und Eschenlohe, und - ebenfalls ein Stauklassiker - die A99 in beiden Richtungen zwischen Aschheim/Ismaning und Kreuz München-Ost.

Es ist also Geduld gefragt. Doch nicht nur auf den Straßen ist mit Behinderungen zu rechnen, auch am Flughafen kann es wegen der großen Andrangs zu längeren Wartezeiten kommen, Reisende sollten also frühzeitig am Airport sein.

Während der Ferien sind laut Angaben des Flughafens rund 15 000 Flüge geplant, man rechnet mit einem Passagieraufkommen von bis zu zwei Millionen. Inzwischen werden von München aus wieder mehr als 200 Ziele angeflogen.

Volle Züge und voller Flughafen

Passagieren wird empfohlen, online einzuchecken. Am Tag des Abfluges sollten Fluggäste für den Weg zum Flughafen und den Aufenthalt am Airport einen Zeitpuffer einplanen. Wer am Tag des Abflugs am Airport einchecken will, sollte allerdings nicht vor Öffnung der Schalter im Terminal erscheinen - wie lange vor Abflug die Schalter öffnen, können Passagiere bei ihrer jeweiligen Airline munich-airport.de/airlines abfragen.

Auch die Deutsche Bahn (DB) erwartet zum Ferienbeginn volle Züge. Die seien voraussichtlich insbesondere auf den Hauptverkehrsachsen und am Freitag und Pfingstmontag besonders ausgelastet.

Die DB rät deshalb ihren Fahrgästen, an diesen Tagen nur mit einer Sitzplatzreservierung in den ICE- und Intercity-Zügen zu reisen. Zudem sollten sich Reisende vor der Fahrt über ihre Verbindung und mögliche Verzögerungen informieren.

Was die Abreise aus München nicht unbedingt erleichtert, sind die Bauarbeiten an der S-Bahn-Stammstrecke, die von Freitagabend, 26. Mai, bis Dienstagfrüh, 30. Mai, gesperrt ist.

Zur SZ-Startseite
Andreas Scheuer (CSU) als Zeuge im Untersuchungsausschuss zum Bau der zweiten Stammstrecke

SZ PlusZweite Stammstrecke
:"Stopp, stopp, stopp"

Ex-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer wehrt im U-Ausschuss alle Vorwürfe rund um das Milliardendesaster bei der Münchner S-Bahn beinahe trotzig ab. Mit Vorgängen, bei denen sein Name auftaucht, habe er nichts zu tun gehabt. Einmal aber erinnert sich Scheuer auf den Cent genau.

Lesen Sie mehr zum Thema