Antisemitische Hetze:Bayernweite Großrazzia gegen Judenhasser

Antisemitische Hetze: Polizisten verlassen nach einer Wohnungsdurchsuchung ein Haus. Bei der Razzia gegen mutmaßliche Antisemiten wurden in den frühen Morgenstunden diverse Objekte in München und Bayern durchsucht.

Polizisten verlassen nach einer Wohnungsdurchsuchung ein Haus. Bei der Razzia gegen mutmaßliche Antisemiten wurden in den frühen Morgenstunden diverse Objekte in München und Bayern durchsucht.

(Foto: Peter Kneffel/dpa)

In den frühen Morgenstunden durchsuchen Polizei und Staatsanwaltschaft Wohnungen von 17 Beschuldigten in München sowie weiteren Teilen Bayerns. Computer und Handys werden sichergestellt.

Von Martin Bernstein, München

"Die jüdischen Söhne" hätten nichts anderes verdient, als "angeschlachtet (sic!) und ausgelöscht zu werden", hat ein 31-Jähriger in seinem Social-Media-Account gehetzt. Ein 37-Jähriger türkischer Staatsangehöriger postete kurz nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober neben einem Hitlerbild den Satz: "Ich könnte alle Juden töten, aber ich habe einige am Leben gelassen, um Euch zu zeigen, wieso ich sie getötet habe." Daneben zeigte er eine Palästinenserflagge, die Bildunterschrift "Free Palestine" sowie ein Siegeszeichen. Beiden Männern gemeinsam ist nicht allein der offenbar abgrundtiefe Hass auf Juden - die zwei haben am frühen Dienstagmorgen ebenso wie sieben weitere Personen in der Stadt und im Landkreis München Besuch bekommen. Polizisten und Staatsanwälte kamen, um Datenträger, Computer und Mobiltelefone mitzunehmen.

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