Pilze sammeln:Pfifferling, Steinpilz, Maronenröhrling, Rotkappe

Vier essbare Schwammerl-Arten und wie sie zu erkennen sind.

Von Günther Knoll

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Pfifferling

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Quelle: Claus Schunk

Zu den beliebtesten Pilzen zählt der Echte Pfifferling, auch Reherl genannt. Der Hut mit eingerollten Rändern und den Lamellen darunter kann bis zu neun Zentimeter Durchmesser erreichen und macht den Pilz unverwechselbar. In den Wäldern um München sind die Reherl selten geworden, obwohl sie gerne neben Fichten, Buchen, Eichen oder Kiefern wachsen. Deshalb darf man den Pilz, der leicht pfeffrig schmeckt, auch nur für den Eigenbedarf, das heißt: nicht mehr als zwei Kilogramm, sammeln.

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Steinpilz

Steinpilze

Quelle: Patrick Pleul/dpa

Steinpilze machen Schwammerlsucher glücklich. Der zu den Dickröhrlingen gehörende Pilz zeichnet sich durch weißes Fleisch und den leicht nussartigen Geschmack aus. Sein Hut ist fünf bis 25 Zentimeter breit, kugelig und bei jungen Pilzen weißlich. Später ist er hell- bis dunkelbraun. Laien verwechseln Steinpilze oft mit dem Gallenröhrling, der sehr bitter ist und Pilzgerichte ungenießbar macht. Er hat aber rosafarbene Röhren. Wer unsicher ist: Den Stiel anritzen und mit der Zunge die Geschmacksprobe machen.

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Maronenröhrling

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Quelle: Christian Endt

Der Maronenröhrling, auch Braunkappe genannt, ist leicht zu finden. Er ist kleiner als der Steinpilz, hat einen kastanien- bis dunkelbraunen Hut, der bei Nässe oft schleimig ist. Sein Stiel ist bräunlich längs gefasert. Die Röhren sind grüngelblich und laufen bei Druck grünblau an. Auch das Fleisch verfärbt sich bläulich. Im Herbst bei reichlicher Feuchtigkeit kann man die Pilze oft im Fichtenhochwald auf sauren Böden in Massen finden. Man sollte sie auf jeden Fall garen, denn roh können sie giftig sein.

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Rotkappe

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Quelle: Claus Schunk

Auch Rotkappen sind bei Sammlern wie Feinschmeckern sehr beliebt. Die Pilze gehen enge Gemeinschaften mit Baumarten ein. So gibt es die Espenrotkappe, die einen weißen Stiel hat, und die Birkenrotkappe mit einem schwarzschuppigen Stiel. Der Hut ist orange- bis hellrot, bei jungen Exemplaren kugelig und noch fest mit dem Stiel verbunden, später fast flach. Die Röhren sind eng und weiß bis cremeweiß. Der Stiel wird bis zu 15 Zentimeter lang. Durch Druck läuft er rötlich bis violett an. Texte: Günther Knoll

© SZ.de/dpa/pvn
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