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Bayern gegen Belgrad:Fußballfans halten Polizei auf Trab

30 Festnahmen rund um Champions-League-Spiel

Gewalt, Diebstahl, Prügelei und Landfriedensbruch - die Champions-League-Begegnung zwischen dem FC Bayern und Roter Stern Belgrad hat der Polizei am Mittwoch einige Arbeit beschert. Mehr als 3000 serbische Fans waren angereist. Schon am Mittag nahm die Polizei fünf Serben fest, die erst bei Hirmer und dann bei Sport Scheck Waren im Wert von etwa 1300 Euro gestohlen hatten. Außerdem fanden die Beamten bei ihnen gefälschte Eintrittskarten für das Fußballspiel. Weil sie bei ihrem Diebstahl koordiniert vorgingen und Messer dabei hatten, wird wegen schweren Bandendiebstahls und Diebstahls mit Waffen ermittelt. Ein Richter erließ Haftbefehl. Wenig später warf die Polizei etwa 20 Fans aus dem Augustiner Stammhaus in der Neuhauser Straße, die einen Streit mit der Bedienung angefangen hatten. Um 16 Uhr sammelten sich dann bis zu 1000 Belgrad-Fans auf dem Marienplatz. Dort fand zur gleichen Zeit eine Kundgebung des Rechtsextremisten Michael Stürzenberger statt, die laut Polizeiangaben etwa 18 Teilnehmer und 85 Gegendemonstranten mobilisiert hatte. Belgrad-Fans griffen Gegendemonstranten an, die eine Regenbogenflagge dabei hatten. Einer der Schlachtenbummler warf zwei Flaschen, eine davon traf einen Polizisten. Als die Fans im U-Bahnhof Marienplatz einen Rauchtopf zündeten, musste die U-Bahnwache den Bereich kurzfristig räumen. In Fröttmaning nahm die Polizei mehrere Personen fest, die versucht hatten, ohne Eintrittskarten ins Stadion zu gelangen. Drei Fans versuchten, drei ebenfalls aus Serbien angereisten Kollegen die Eintrittskarten zu rauben. Während des Spiels und danach sei es "nur durch einen massiven Einsatz der Einsatzkräfte" gelungen, einen Zusammenstoß zwischen Heim- und Gastfans zu verhindern, erklärte die Polizei. Insgesamt wurden 30 Personen festgenommen, darunter ein Anhänger des FC Bayern. Es gab Anzeigen wegen Raubs, Landfriedensbruchs, Körperverletzung, sowie wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole.