RadioFritz’ letzte Hits – beliebter BR-Moderator hört nach einem halben Jahrhundert auf

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BR-Moderator Fritz Egner hat 500 Interviews mit den größten Pop- und Rockstars der Musikgeschichte in seinem Archiv.
BR-Moderator Fritz Egner hat 500 Interviews mit den größten Pop- und Rockstars der Musikgeschichte in seinem Archiv. Florian Peljak

Für Fritz Egner ist bald Schluss beim Bayerischen Rundfunk. „Ich wäre gerne noch ein bisschen länger geblieben“, sagt er. Doch der Sender habe andere Pläne.

Von Sabine Buchwald

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Ein halbes Jahrhundert saß Fritz Egner am Mikrofon, nun verabschiedet sich der Moderator vom Bayerischen Rundfunk (BR). Noch vor Weihnachten wird er ein letztes Mal seine Sendung „Fritz und Hits“ moderieren. Um einen größeren Abschiedsrummel zu vermeiden, werde vorerst nicht verraten, wann genau es so weit sei, teilte der BR am Freitag mit.

Der 75-Jährige gehört zu den bekanntesten Radio- und Fernsehmoderatoren Deutschlands, er hat beinahe alle großen Stars der Rock-, Pop- und Soulgeschichte kennengelernt und interviewt, viele auch mehrmals. Darunter waren Mick Jagger, Madonna, Ella Fitzgerald und Aretha Franklin. James Brown traf er sogar fast ein Dutzend Mal und auch die Beatles – außer John Lennon. Aus diesen Begegnungen sind rund 500 Interviews entstanden. Egner kann unzählige Anekdoten dazu erzählen. Viele davon hat er in seiner 2013 erschienenen Autobiografie „Mein Leben zwischen Rhythm & Blues“ (Langen Müller) veröffentlicht.

Egner wurde 1949 in München geboren und ist auch hier aufgewachsen. Nach Schulzeit und Ausbildung arbeitete er als Tontechniker beim American Forces Network (AFN), wo er 1974 für die Moderation entdeckt wurde. 1979 kam er zum BR, seine erste Sendung „Hithouse“ und etwas später „Fritz und Hits“ waren zunächst auf Bayern 3, dann auf Bayern 1 zu hören. Mit den Jahren wuchsen seine Erfahrung, sein Wissen und auch sein Archiv mit vielen Fotos, das diesen Sommer in das Quizspiel „Quiz mit Fritz“ einfloss.

Der Abschied fällt Egner nicht leicht, aber er schaut mit Respekt auf seine berufliche Laufbahn zurück. „Ich wäre gerne noch ein bisschen länger geblieben. Aber der Sender hat für den Sendeplatz andere Pläne“, sagt er. „45 Jahre konnte ich frei meine Sendung gestalten, konnte meiner Leidenschaft, gepaart mit Chronistenpflicht, nachgehen – ein großartiges Privileg, das ich sehr zu schätzen weiß.“

Und auch der BR weiß, was er an seinem langjährigen Mitarbeiter hatte, der Bayern 1 und Bayern 3 mitgeprägt hat. BR-Programmdirektor Thomas Hinrichs sagt dankend über Egner: „Er hat die Fans generationenübergreifend begeistert. Mit seiner Leidenschaft für Musik, seinem tiefen Wissen und seiner unverwechselbaren Art, den Superstars der Musikgeschichte auf Augenhöhe zu begegnen, ist er in der Radiowelt einzigartig.“ Für viele sei Fritz Egner nicht nur ein Moderator und geschätzter Kollege, sondern auch ein Freund.“

Von 10. Januar 2025 an startet Bayern 1 ein neues Format für Freitagabend: Gespielt werden sollen ausschließlich die Lieblingshits der Hörer.

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