„Kassandra“ an der Theaterakademie:Wer siegt, hat schon verloren

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Der vierte Jahrgang Schauspiel lässt mit seinem Abschlussstück "Kassandra" keinen Zweifel, das im Krieg niemand gewinnen kann. (Foto: Cordula Treml)

Mit ihrem Abschlussstück „Kassandra“ an der Bayerischen Theaterakademie zeichnet der Schauspieljahrgang ein exaktes Untergangsbild.

Kritik von Yvonne Poppek

Wenn man so will, ist alles eine Fortschreibung. Im Großen wie im Kleinen. Krieg, Sieg, Niederlage, das ist die ewige Geschichte, sie ist immer schon Gegenstand der Kunst. Antike Dramen, heute noch gespielt, legen dafür Zeugnis ab. Da ist etwa Agamemnon. Er brachte die Seherin Kassandra als Beutegut aus Troja nach Griechenland mit, dort ermordet ihn seine Frau Klytaimnestra. Die Tragödie „Agamemnon“ ist derzeit in der Regie von Ulrich Rasche am Residenztheater zu sehen, die Titelrolle spielt Thomas Lettow. Er hat nun wiederum „Kassandra“ inszeniert als Abschlussstück des vierten Schauspieljahrgangs an der Bayerischen Theaterakademie. Die kleine, feine Fortschreibung ist zu spüren.

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