Corona-Regeln:Oper ohne Maske

Die Bayerische Staatsoper führt die 3-G-plus-Regelung ein. Das Tragen einer medizinischen Maske ist dort damit nicht mehr verpflichtend. Und: Die Champagner-Arie kann jetzt auch wieder in der Pause perlen.

Die Bayerische Staatsoper führt von Dienstag, 9. November, an die 3-G-plus-Regelung (geimpft - genesen - PCR-getestet) ein. Das Tragen einer medizinischen Maske im Haus sowie am Platz wird empfohlen, ist aber nicht mehr verpflichtend. Die Entscheidung wurde in Absprache mit den Experten des Klinikums rechts der Isar und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München getroffen. Sie basiert auf einer Besucherbefragung. Unterstützt wurde die Bayerische Staatsoper bei dieser vom Institut für Marktorientierte Unternehmensführung der LMU München. Ziel war es herauszufinden, welche Anpassungen der Gesundheitsmaßnahmen im rechtlichen Rahmen auf die größte Akzeptanz stoßen würde. Denn die aktuelle 14. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung besagt unter anderem, dass bei Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen generelles Alkoholverbot gilt, nur mit 3 G plus oder 2 G entfällt dieses Alkoholverbot. Im Zeitraum vom 11. bis 15. Oktober haben an der Online-Befragung 4748 Personen teilgenommen, 33 379 zufällig ausgewählte Personen waren dazu eingeladen gewesen.

Unter den Teilnehmerinnen befanden sich 44 Prozent Abo-Halter, 27 Prozent hatten kein Abo, besuchten aber in den vergangenen Wochen eine Vorstellung an der Staatsoper. 29 Prozent haben in dieser Saison noch keine Karten gekauft. 93 Prozent aller Teilnehmer und Teilnehmerinnen gaben an, gegen Covid-19 geimpft zu sein. Mehr als 90 Prozent sind mit den Maßnahmen zur Reduzierung der Infektionsgefahr zufrieden und fühlen sich allgemein sowie bei Ein- und Auslass "sicher" oder "sehr sicher". Dies deckt sich mit der letzten Besucherbefragung der Bayerischen Staatsoper in 2020.

Der Großteil der Abonnenten (66 %), Kartenkäufer (63 %) und jener, die vor der Pandemie regelmäßig die Bayerische Staatsoper besuchten (65 %), halten die Maskenpflicht für richtig. Das Verbot des Alkoholausschanks wird dagegen als "überzogen" wahrgenommen (65 Prozent der Abonnenten, 70 Prozent der Kartenkäufer). Zur bestmöglichen Auslastung des Hauses würde die Einführung der 2-G-Regel (geimpft/genesen), ohne Maskenpflicht und mit Gastronomie, wie vor der Pandemie führen. 3 G plus, ohne Maske, mit Gastronomie und Alkoholausschank wird jedoch sowohl bei den Abonnentinnen als auch bei Kartenkäufern am häufigsten als die Variante genannt, die als gesellschaftspolitisch am vertretbarsten bewertet wird. Die gute Nachricht also: Die Champagner-Arie kann jetzt auch wieder in den Pausen perlen.

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