Die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) hat das Archiv des Fotojournalisten Dieter Bauer mit etwa 500 000 Aufnahmen erworben. Bauer, 1954 in Schweinfurt geboren, war in den Siebzigerjahren für verschiedene Tageszeitungen in Nürnberg tätig. 1980 übernahm er die politische Bildberichterstattung für den Springer-Verlag in Bonn, wechselte 1983 zum Hamburger Magazin Stern und ging 1998 zum Focus.
Die etwa 500 000 Aufnahmen in Bauers Archiv stammen aus den Jahren 1980 bis 2010 und dokumentieren das innen- und außenpolitische Zeitgeschehen. Bauer hielt die Protagonisten der Bonner und Berliner Republik – oft auch abseits der offiziellen Berichterstattung – im Bild fest, begleitete Bundeskanzler wie Schmidt, Kohl, Schröder und Merkel auf offiziellen Auslandsreisen und berichtete aus Krisen- und Kriegsgebieten weltweit.
Das Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek umfasst nach eigenen Angaben etwa 19,4 Millionen Bilder, vor allem dokumentarische Aufnahmen mit zeitgeschichtlichem Schwerpunkt. Es ist damit das größte in öffentlicher Hand in Deutschland. Massiv gewachsen ist das Archiv 2019, als man das Fotoarchiv des Magazins Stern mit circa 15 Millionen Bildern übernahm. Der gesamte Bestand wird in den nächsten Jahren sukzessive digitalisiert.

