Bavaria Filmstudios:"Wetten, dass...?" von Streik bedroht

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Zu den Vorwürfen der Gewerkschaft, dass bis zum Ende des Jahres 2008 noch weitere 22 Personen entlassen werden sollen, sagt der Geschäftsführer: "Soweit sind wir noch lange nicht. In einem Personalplanungspapier heißt es, dass es beabsichtigt ist, eine Reduzierung vorzunehmen. Doch das ist allenfalls eine Ankündigung, aber sicherlich noch keine Entscheidung." Nach 19 Jahren, in denen die Gewerkschaft und die Filmproduktionsgesellschaft bei Tarifkonflikten offenbar stets eine Lösung gefunden haben, droht nun ein Streik.

Dabei sei Verdi laut Aussage von Jörg Reichel der Bavaria durchaus entgegengekommen. "Man hat uns gesagt, dass man mit uns über Beschäftigungssicherung sprechen würde, wenn man 70.000 Euro im Jahr 2008 und 150.000 Euro im Jahr 2009 bei den Personalkosten einsparen könne", so Reichel. Dies sei gelungen, indem sich die Bavaria-Mitarbeiter bereiterklärt hätten, auf Zuschläge zu verzichten und länger zu arbeiten. "Zu diesen Zahlen gebe ich heute kein Statement ab", sagt Michael Klee.

Um die Bavaria unter Druck zu setzen, hat Verdi nun Warn- und Solidaritätsstreiks angekündigt. "Wir sind in den Studios gut organisiert", sagt Reichel über die gewerkschaftliche Organisation der Bavaria. Betroffen sein könnten neben "Wetten, dass" auch die Sendungen "Aktenzeichen YX" und "Leute heute".

"Es ist das vornehmste Recht der Gewerkschaft, ihren Forderungen gegenüber dem Unternehmen mit einem Streik Nachdruck zu verleihen", kommentiert Geschäftsführer Klee die Streikankündigung. Am Mittwoch wollen sich die Tarifparteien noch einmal zu einem Gespräch treffen. Reichel sagt jedoch: "Wir brauchen Lösungen und keine Diskussion."

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