Bavaria Filmstudios:"Wetten, dass...?" von Streik bedroht

Lesezeit: 2 min

Weil offenbar Mitarbeiter entlassen werden sollen, droht den Bavaria Filmstudios ein Streik. Deswegen ist die nächste "Wetten, dass"-Sendung in Gefahr.

Christina Warta

"Wir können da nicht länger zuschauen", sagt Jörg Reichel, der bei Verdi Bayern für den Fachbereich Medien zuständig ist. Nachdem die Bavaria Film- und Fernsehstudio GmbH eine Unternehmensberatung im Haus gehabt habe, habe man den Mitarbeitern die Sparpläne eröffnet.

Bavaria Filmstudios: Die Deko macht's: Wenn Thomas Gottschalk zur Wette ruft, stammt das Drumherum meist aus den Werkstätten in Geiselgasteig. Beim nächsten Mal könnte es Schwierigkeiten geben.

Die Deko macht's: Wenn Thomas Gottschalk zur Wette ruft, stammt das Drumherum meist aus den Werkstätten in Geiselgasteig. Beim nächsten Mal könnte es Schwierigkeiten geben.

(Foto: Foto: dpa)

"Man hat bei den Personalkosten offenbar einen Spielraum für die Effizienzsteigerung gesehen", sagt Reichel. Insgesamt sollen bei der Bavaria 28 der rund 120 festen und freien Mitarbeiter gehen und durch billigere Leiharbeiter ersetzt werden.

Sechs Mitarbeiter aus der Abteilung Dekorationsbau hätten laut Reichel im Verlauf des vergangenen halben Jahres bereits die Kündigung erhalten. "Diese Bühnenarbeit ist eine sehr spezielle Tätigkeit. Die Mitarbeiter sind über 50 Jahre, haben Familien und Kinder, für die wird es sehr schwierig, eine andere Arbeitsstelle zu finden", sagt der Gewerkschaftsvertreter.

An Stelle der bisherigen Arbeitnehmer beschäftige die Bavaria Leiharbeiter, denn der Bedarf sei da. Finanzielle Schwierigkeiten sind laut Einschätzung von Verdi aber offenbar nicht ausschlaggebend. "Nach unseren Informationen steht die Bavaria finanziell gut da", sagt Reichel.

"Wir müssen aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklungen betriebsbedingte Kündigungen aussprechen", sagt dagegen Michael Klee, einer der beiden Geschäftsführer der Bavaria. Er spricht von derzeit insgesamt sieben Entlassungen. "Bei fünf Mitarbeitern konnten wir einen Sozialplan anwenden, den wir im Dezember entwickelt hatten", sagt Klee.

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