Baumkontrolleure Mehr Kontrollen, mehr Bäume

Die neuen städtischen Baumkontrolleure können demnächst ihre Arbeit aufnehmen. Mit den drei vom Stadtrat genehmigten Stellen soll möglichst verhindert werden, dass immer mehr Bäume aus dem Stadtbild verschwinden. Wie Stadtbaurätin Elisabeth Merk am Dienstag mitteilte, pflanzen nämlich 28 Prozent der Bauherren gefällte Bäume nicht an anderer Stelle nach. Das soll nun stärker kontrolliert werden, das Planungsreferat rechnet "mit einer Signalwirkung, die mittelfristig zu einer deutlich höheren Pflanzbereitschaft führt", so Merk. Die künftigen Baumkontrolleure, die derzeit eingestellt werden, sollen auch prüfen, ob in den vergangenen zehn Jahren Bauherren ihren Verpflichtungen nachgekommen sind, Ersatzbäume zu pflanzen. "In welchem Umfang dies möglich sein wird, ist derzeit aber noch nicht absehbar." Es ist geplant, dass bei 60 Prozent der Baumaßnahmen pro Jahr, bei denen Bäume gefällt werden müssen, kontrolliert wird, ob sie auch nachgepflanzt werden. Alternativ ist die Zahlung von Ausgleichsgeldern möglich, pro Baum sind das 750 Euro. Allerdings werde Priorität auf eine Nachpflanzung gelegt. Die Stadtratsfraktion der Grünen hatte in einem Antrag gefordert, dass möglichst alle von der Stadt geforderten Ersatzpflanzungen auch kontrolliert werden. Zwischen 2010 und 2015 wurden für etwa 9000 Bäume in München, deren Nachpflanzung gefordert wurde, keine Nachweise erbracht.