Gerne hätte man die jungen Chefs mal gefragt, was genau sie auf die Fährte mit den guten alten „Münchner Geschichten“ von Helmut Dietl gebracht hat und warum sie ihr Publikum ausgerechnet mit einem Logo anlocken, auf dem zwei trinkende Herren mit Hut zu sehen sind. Aber: keine Chance. Zu viel los in der Bude. Um nicht zu sagen: ein bissl zu viel für die noch nicht wirklich eingespielte Crew hinter der Theke, die mit dem Freibier-Ausgeben kaum hinterherkommt. Viel Zeit zum Einspielen war ja auch noch nicht. Keine zwei Stunden ist das „Ois easy“ alt, als man eigentlich den Hinweis „Sorry, fully booked“ vor die Tür hängen könnte. Aber genau so muss ein sogenanntes Grand Opening ja sein: voll, laut und gern auch ein bisschen unperfekt.
Gastronomie in MünchenOis easy im alten Lucullus
Lesezeit: 3 Min.

Der Ex-Chef des P1 und sein Team wollen in der Giesinger Pop-up-Bar junge Leute ebenso anlocken wie die alte Stammkundschaft. Nicht ganz so einfach, wie sich bei der Eröffnungsparty zeigt.
Von Thomas Becker
