Bar "Dachgarten" Parkdeck mit Sommerdrinks

Im Dachgarten kann man nicht nur mit einem Drink in der Hand herumsitzen, sondern auch ein Beet bewirtschaften.

(Foto: Robert Haas)

Nachmittags Kaffeetrinken, abends Barbetrieb und immer gute Aussicht: Unweit des Stachus hat der Dachgarten eröffnet - auf einem Parkhausdach und trotzdem im Grünen.

Von Jacqueline Lang

Mitten in der Stadt steht eine Bar auf einem Parkdeck. Manch einer mag gleich denken: So etwas gibt es doch nur in Berlin. Doch nein, seit Juni dieses Jahres steht der sogenannte Dachgarten auf dem Alpina Parkhaus unweit des Stachus. Das Gebäude ist zwar nicht ganz so hoch wie das TU-Gebäude, auf dem sich das Café Vorhoelzer befindet, doch der Ausblick ist mindestens genauso schön. Vor allem dann, wenn die Sonne zwischen den Dächern versinkt, die Wolken über München sich rosa färben und das wohlverdiente Feierabendbier (Tegernseer Helles für 3,30 Euro) von innen angenehm kühlt.

Thomas Manglkammer, der hinter dieser Bar steckt, ist in der Münchner Gastro-Szene kein unbeschriebenes Blatt mehr. Bekannt geworden ist er vor allem für innovative Ideen, die über den Ausschank von Getränken hinausgehen. So auch in diesem Fall: Der Dachgarten will nicht in erster Linie Bar sein, sondern umweltfreundliche Projekte unterstützen. In Zusammenarbeit mit dem Verein Green City wurden außerdem mehrere Hochbeete installiert, um die sich Interessenten bewerben können, die ihr eigenes Gemüse anpflanzen wollen. Nach und nach soll so ein kleiner urbaner Dschungel entstehen, eine Ruheoase im Herzen von München.

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Wer tagsüber kommt, kann ungestört am Laptop arbeiten und dazu einen Cappuccino (2,80 Euro) in der Sonne schlürfen. Für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es verschiedene Sandwiches und Bowls (ab 4,50 Euro). Und auch wer abends nach getaner Arbeit auf einen Drink vorbeischaut, muss sein Gegenüber nicht anschreien, denn die Betreiber verzichten bewusst auf Musik. Lauter kann es am Wochenende werden, wenn die Bar so voll ist, dass kein einziger Platz mehr frei ist, dann ist der Geräuschpegel auch ohne Musik hoch. Sehen und gesehen werden lautet dann die Devise in der neuen It-Location der Stadt.

Schnell wieder verworfen haben die Betreiber übrigens die Idee, Bienenkästen aufzustellen. Die im Sommer häufig eher süßlichen Getränke wie etwa ein Aperol Spritz, ein Hugo (je 6,50 Euro) oder auch ein Gin Tonic (8,50 Euro) hätten den Bienen wohl zu gut geschmeckt - und die Besucher auf dem Parkdeck unter Umständen verschreckt. Am Ende ist der Dachgarten eben doch eine Bar für Stadtbewohner, die nach der Arbeit in Stöckelschuhen oder im Businessanzug gerne das "Dachgarten Special" bestellen: eine Flasche Prosecco Rosé für 25 Euro.