Prozess vor dem Landgericht62-Jährige soll verkleidet halbe Million Euro ergaunert haben

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Mit ihren Verkleidungen hatte Kerstin O. am Bankschalter immer wieder Erfolg.
Mit ihren Verkleidungen hatte Kerstin O. am Bankschalter immer wieder Erfolg. K. Schmitt/IMAGO/Fotostand

Die Münchnerin steht im Verdacht, bei mehreren Banken Geld von fremden Konten abgehoben zu haben. Ihr Komplize soll zuvor Autos und Büros geknackt haben, um an die Ausweise und EC-Karten zu gelangen. Vor Gericht erzürnt die Angeklagte den Staatsanwalt.

Von Susi Wimmer

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Die Scharade ist ihr Metier, zumindest war sie das im künstlerischen Bereich: Kerstin O. trat als Tänzerin bei Ritterfesten oder Firmenevents auf, immer perfekt verkleidet mit Kostümen und Perücken, und immer wand sie ihren Körper im Stile ihres „Fantasy-Tanzes“, wie sie sagt. Jetzt windet sich die 62-Jährige erneut – allerdings auf der Anklagebank vor dem Landgericht München I. Und sie ist nicht allein: Zuerst sollen sich ihr Komplize Andreas H. und womöglich auch noch weitere bisher unbekannte Täter durch Auto- und Büroeinbrüche Ausweise und Bankkarten verschafft haben. Anschließend soll Kerstin O. mit Perücke und farbigen Kontaktlinsen bei diversen Banken Geld abgehoben haben. Der Schaden liegt bei weit mehr als einer halben Million Euro.

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