bedeckt München 31°

Band der  Woche:Julez and Barska

Nicht nur die Liebe zur Musik, sondern auch eine Tiefe Freundschaft verbindet das Folk-Pop-Duo

Von Lisa Miethke

Musik lässt nie kalt. Sie kann Spaß machen, zum Tanzen bewegen, Gänsehaut auslösen. Vor allem aber kann sie Menschen miteinander verbinden. Das weiß das Münchner Folk-Pop-Duo Julez and Barska nur zu gut. Denn obwohl sie sich zuvor noch nie gesehen hatten, machten sie gleich bei ihrem ersten Treffen gemeinsam Musik. Daraus entstand eine enge Freundschaft.

Es sei wie gesucht und gefunden gewesen, sagt Barbara Buchberger, 28, heute über ihre Bandkollegin Julia Winkler, 24. Kennengelernt haben sich die beiden im Dezember 2019, weil Julias Bruder, selbst Pianist und Musiker, beide zu sich ins Studio einlud, um einen gemeinsamen Song aufzunehmen. Seine Schwester Julia, die bisher nur für sich privat gesungen hatte, und Barbara, mit der er zusammen als Hochzeitsband auftritt, die schon seit mehr als sieben Jahren Bühnenerfahrung hat. Und dann? "Da hat's halt einfach gepasst", sagt Julia. Sie gründen ein Duo, treffen sich plötzlich mehrmals die Woche, um gemeinsam Musik zu machen, um zu singen, Texte aufzuschreiben.

Zwar bleiben sie anfangs noch bei ruhigen Coverversionen. Aber schnell ist ihnen klar: Sie wollen auch ihre eigene Musik machen. Vergangenes Jahr erscheinen dann ihre ersten beiden Singles, die im musikalischen Stil ihren Covern ähneln: "Bones", ein Lied über den Herzschmerz, den man in einer kaputten Beziehung verspürt, und "Focus on the Good". Darin geht es um die kleinen, schönen Dinge im Leben, auf die man sich konzentrieren soll. Es sind melancholische Folk-Pop-Songs, die "sehr ruhig und weit, sehr intensiv" klingen, wie Barbara selbst sagt. In nächster Zeit sollen aber weitere Songs im Singer-Songwriter-Stil folgen, die "gute Laune und gute Gefühle" machen.

Es sind auch diese guten Gefühle, die die beiden miteinander verbinden, die der Grund sind, weshalb sie überhaupt zusammen Musik machen. "Dieses Feeling beim Singen, das kann ich schwer beschreiben. Als würde in dem Moment nichts anderes eine Rolle spielen", sagt Julia. Barbara stimmt zu: "Das sind dann so Magic Moments, die man öfter miteinander teilen kann." Sie sehen sich an, lächeln kurz.

Ihre Freundschaft, die sich schnell entwickelt habe, erleichtere das gemeinsame Musik machen. Denn um persönliche Texte und Themen miteinander teilen zu können, brauche es Vertrauen. "Wir hätten uns gar nicht so sehr einander geöffnet, wenn wir nicht auch so eine Connection zueinander hätten", sagt Barbara.

© SZ vom 17.05.2021
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB