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Babysitter-Service:Betreuung für kranke Kinder

Bei "Zu Hause Gesund Werden" springen Frauen kurzfristig ein

Die Erkältungen, Magen-Darm-Probleme, Kinderkrankheiten, sie kommen oft über Nacht, plötzlich ist Fieber da. Wenn Eltern berufstätig sind, stellt sie das vor Probleme: Das kranke Kind muss zu Hause bleiben, Krippe, Kindergarten oder Schule kommen nicht in Frage. Also kurzfristig freinehmen von der Arbeit? Das geht manchmal, aber oft ist das keine Lösung. Kinder können aber nicht einfach allein zu Hause bleiben, viele Eltern schickten die kleinen mit schlechtem Gewissen doch in die Betreuungseinrichtung.

Weil sich Fälle dieser Art häuften, entstand vor 30 Jahren das Projekt "Zu Hause Gesund Werden". Die nötige Starthilfe für einen Versuch, ob das auch funktionieren könnte, gab der "Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung" dazu. Der Verein für Fraueninteressen vermittelte Helferinnen, die auf Abruf Kurzzeiteinsätze zumeist für ein bis drei Tage in den Familienhaushalten übernahmen und dort die Kinder in Abwesenheit der Eltern betreuten. Jeweils vormittags von Montag bis Freitag ist die Vermittlungszentrale (Telefon 290 44 78) erreichbar, die sich darum kümmert, dass schnellstmöglich eine Helferin zur Familie kommt.

Mehr als zehn Mal so viel Einsätze wie im ersten Jahr mit 121 Einsätzen weist die Statistik des Projekts aus. Das Angebot kam so gut an, dass die Stadt das mit Spendengeld gestartete Projekt bereits im zweiten Jahr in die Regelförderung übernahm und zum Vorbild für andere Städte wurde. Die Helferinnen - rund 70 Frauen, die Freude und Erfahrung im Umgang mit Kindern haben - erhalten eine Aufwandsentschädigung. Eltern, die 6,50 Euro pro Einsatzstunde nicht aufbringen können, erhalten dafür Unterstützung aus Spenden. Dankbar sind beide Seiten. Eine Mutter lobte den schnell vermittelten, liebevollen Einsatz: "Als ich von der Arbeit nach Hause kam, fand ich ein bestens gelauntes Kind vor." Eine Helferin wiederum freute sich darüber, dass sie viel Dankbarkeit zurückbekomme: "Es ist einfach immer wieder spannend und auch bereichernd."

© SZ vom 09.05.2019 / loe
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