CSU-Plan Neuer Anlauf für Autobahnring

Autobahn A99: LKW-Stau auf der A 99 Foto: Claus Schunk

(Foto: Claus Schunk)

Die CSU-Fraktion wirbt für eine Verlagerung des Fernverkehrs aus der Stadt. Der verkehrspolitische Sprecher Johann Sauerer will die Planungen für den Autobahnsüdring wieder aufzunehmen.

Die Diskussion über eine Verkehrswende in München mit klaren Prioritäten für den Rad- und Fußverkehr nutzt die CSU-Fraktion im Stadtrat, um für eine Verlagerung des Fernverkehrs aus der Stadt zu werben. Der verkehrspolitische Sprecher Johann Sauerer forderte am Freitag, die Planungen für den Autobahnsüdring wieder aufzunehmen. "Beim Megathema Verkehr in München müssen alle zusammenarbeiten", so Sauerer. "Leider wurde der Ringschluss im Süden auf Druck der benachbarten Umlandgemeinden gestoppt, während der Norden im Verkehr erstickt." Er fordert deshalb die Wiederaufnahme des Autobahnsüdrings in den Bundesverkehrswegeplan.

"Der Fernverkehr nimmt immer mehr zu", sagte der CSU-Politiker am Freitag. Dafür müssten nun die im Jahr 2010 verworfenen Planungen wieder aufgenommen worden. Damals hatte die Autobahndirektion Süd eine Machbarkeitsstudie vorgelegt, worin zwei stadtnahe Trassen untersucht worden waren. Sie sollten zunächst unterirdisch von Gräfelfing über Planegg und südlich von Neuried zur Autobahn A 95 führen, danach hätte es eine Variante über Geiselgasteig nach Unterhaching, eine andere über Pullach nach Taufkirchen gegeben. Damals kam die Studie auf Kosten in Höhe von mehr als 1,2 Milliarden Euro, die Prognose ging von etwa 60 000 Fahrzeugen aus, die den Südring nutzen würden.

CSU-Politiker Sauerer will den Besuch von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer bei seiner Fraktion im Mai nutzen, um "klare Kante" für den Südring zu zeigen.